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Geschenke – Schenken Geschenktes

Von Hadeswintha Schröer

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Nun liegt sie wieder hinter uns, die Zeit des überdrehten Weihnachtsrummels …

Interessant ist zu beobachten, dass man wegen Überfüllung ab November fast nicht mehr in die Innenstädte gehen / fahren kann. Das zusätzliche Geld muss nun dringend unter die Leute gebracht werden und die ungezählten Weihnachtsmärkte besucht werden. Wobei zu fragen ist, was es denn da so Tolles (Wertvolles?) gibt – außer Glühwein, Bratwurst und eventuell sozialen Kontakten? Für manche Menschen sind derlei Besuche traditionell verwurzelt und so wichtig wie Heiligabend mit der Familie.
Aber man kann da eben auch noch Geschenke finden, auf die man sonst nicht gekommen wäre. Und so hat man einen hübschen Vorwand für sein Vorgehen. Sind aber die Sachen, die man dort erwirbt, wirklich sinnvoll oder gar aufbauend für eine harmonische Lebensgestaltung?
In meinen Augen ist das meiste davon nicht nur überflüssig, sondern verstopft unter Umständen viel zu enge Wohnungen oder steht als Staubfänger herum. Vieles gefällt den Beschenkten womöglich gar nicht, was natürlich für die in Geschäften gekauften Dinge ebenfalls gilt. Da wird dann ab der ersten Januarwoche fleißig umgetauscht oder die erhaltenen Gutscheine eingetauscht. Was wiederum zu Staus in den Innenstädten führt. Am Ende sind nicht nur die Verkäufer vollkommen erschöpft, sondern die Beschenkten ebenfalls. Da dieser Wahnsinn sich nicht nur jedes Jahr wiederholt, sondern in den finanziellen Ausmaßen sogar noch steigert, stellt sich mir die Frage:
Wie sinnvoll ist das Ganze überhaupt?
Hat das eigentlich mit dem tieferen Sinn des Schenkens noch etwas zu tun?
Warum schenkt ein Mensch einem anderen etwas?
Der Ursprung sollte doch wohl sein, dass man einem anderen eine Freude machen will, ihm Anerkennung, Lob oder gar Liebe vermitteln möchte. „Ich habe dich gern, also schenke ich dir etwas …“ Dazu gehört es natürlicherweise, dass man etwas gibt, das der andere sich entweder (heiß) wünscht oder von dem man weiß, dass es ihm gefallen würde, ihn aufbauen, ihn in seiner geistigen Entwicklung unterstützen, ihm in Notzeiten Trost geben könnte. Solche Gründe gibt es ungezählte. Dazu gehört aber auch, dass man nicht fünf vor Zwölf in die Städte rennt, um noch „irgendwas Schönes“ aufzutreiben.
Seit Jahren beobachte ich, dass dies einigen Menschen nicht gelingt. Immer wieder vergessen sie es im Laufe des Jahres, schon mal nach „Schönem“ für den anderen Ausschau zu halten. Und mit der „Last-minute“- Mentalität schaffen sie sich völlig unnötigen Stress. Daher empfehle ich ihnen meine Methode, die auch für Geburtstage zutrifft: ich halte das ganze Jahr über meine Augen offen für „Schönes“, das zu dem oder der passen würde und nehme es gleich mit. Egal, ob ich es in meiner Stadt oder auf einer Reise entdecke. So habe ich 1) immer einen kleinen Fundus bereit (auch für überraschende Einladungen), kann 2) in Ruhe das Geschenk gezielt einsetzen und auch hübsch verpacken und vor allem 3) stressfrei und entspannt der hektischen Jahreszeit entgegensehen. Das ist sehr einfach nachzumachen!
Und damit möchte ich zu einem anderen Punkt kommen: wie viele Geschenke sind dergestalt, dass man sie am liebsten nicht bekäme! Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Umgebung einem gar nicht zuhört. Wenn ich mir beispielsweise gelbe, dicke Kerzen wünsche, bekomme ich dünne, weiße! Was soll ich damit? Oder ich hätte gerne Schnittblumen – was schleppt man an? Irgendeine Pflanze, womöglich noch weiß-blühend (was ich nicht ausstehen kann), für den Garten! Glauben die Leute, ich hätte nichts zu tun? Statt einer Freude bringt man mir Arbeit!
Ganz schrecklich finde ich sämtliche Sorten von irgendwie gearteten kleinen, großen Engeln, womöglich noch aus einer Beton-Plastik-Mischung. Dazu gehören auch sogenannte „Elfen“. Womöglich meinen die Schenkenden, weil ich ja mit Engeln arbeite, würde mich sowas erfreuen – dabei verkünde ich meine oben genannte Meinung ganz offen. Denn ich weiß nur zu gut, dass diese Figuren, die sich viele Leute hinstellen, in dem Glauben, damit etwas Gutes für sich getan zu haben, überhaupt keine Energie haben. Manchmal sogar eine schlechte Abstrahlung (von all den Energien, mit denen sie vorher in Kontakt gekommen sind). Wenn ich das dann per Pendel und Biometer vorführe, sind sie vollkommen geschockt.
Ich empfinde diese Sachen nämlich fast als eine Beleidigung der wunderbaren Engel, die sich für mich höchst ätherisch, immer im Fluss, zart oder auch stark, aber auf keinen Fall primitiv materiell ausdrücken. Am ehesten noch mit Wolken zu vergleichen, in denen sie sich manchmal so ergreifend zeigen. Dasselbe gilt für die Elementarwesen, bei denen nur die Erdwesen, Zwerge, eher etwas Materielles an sich haben.
So möchte ich also aufrufen zu mehr Nachdenken, Besinnlichkeit beim Aussuchen der Geschenke. Lasst sie aus euren Herzen kommen, fühlt euch in den anderen hinein, beachtet seine ausgesprochenen Wünsche. Kauft bitte nicht das, was ihr schön findet – das behaltet lieber selber! Und erwartet vor allem keine Retourkutschen – auch das ist nicht der tiefere Sinn des Schenkens. Schenken sollte freiwillig, freudig und von ganzem Herzen geschehen, mit viel Liebe, Zuneigung, Achtsamkeit für den anderen.
Und über das Materielle hinaus gilt: einem Menschen seine Zeit widmen, ihm aufmerksam zuhören, ihn einfach mal liebevoll in den Arm nehmen – das gibt Geborgenheit, ein Gefühl der Zugehörigkeit und des Angenommenseins. Das sind wahre, kostbare Geschenke, die man nicht kaufen kann. Die aber jeder Mensch braucht.
In diesem Sinne: frohes Gelingen und eine stressfreie Zeit!

Hadeswintha Schröer
arbeitet seit 1972 spirituell. Seit 1994 Channel für aufgestiegene Meister, Medium für Engel der Ratsuchenden, die im „Engelgespräch“ Antworten auf Lebensfragen erhalten. 1997 Gründung des „Zentrums für neues Bewusst-Sein: Krystall-Pyramide“. Seit 1995 Erdheilung mit Gruppe, Vorträge. Ab 1998 Seminare, Bücher, Reisen nach Ägypten u. Malta. www.erdheilung.eu                  Foto: H. Schröer