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Kosmische Zeitqualität im Januar und Februar

Von Martin Sebastian Moritz

portrait moritz

Planetarische Konstellationen zeigen immer gewisse Themen und Trends der Zeitqualität an. Schon im alten Babylon galt die astrologische Gleichung ‚Wie oben, so unten.‘ Es geht um einen Widerhall kosmischer Schwingungen im realen Leben. Dieser Widerhall hat immer eine allgemeine Auswirkung für das Weltgeschehen und individuelle Auswirkungen auf jedes Einzelhoroskop. Letzteres kann nicht nur für Menschen, sondern auch für Länder, Organisationen, Parteien usw. erstellt werden.

Inwieweit jedes Einzelhoroskop nun von den aktuellen Gestirnsständen betroffen ist, hängt davon ab, in welchen Winkelverhältnissen diese zueinander stehen. Dies bezieht sich nicht nur auf unser Sonnenzeichen, im Volksmund ‚Sternzeichen‘ genannt und der Einfachheit halber für Tageshoroskope in ‚Dekaden‘ eingeteilt. Es bezieht sich vielmehr auf alle Konstellationen im Horoskop (z. B. Aszendent, Mond, Mars, usw.) Wenn man die einzelnen Platzierungen seines Horoskops nicht im Detail kennt, konzentriert man sich also auf die Stellung der Sonne. Dies ermöglicht zwar durchaus die Prognose allgemeiner Tendenzen, viele Details können aber eben nicht berücksichtigt werden. Dies ist der Grund dafür, weshalb die Astrologie bei vielen als beliebig und ungenau gilt und unter einem eher schlechten Ruf leidet.
Auf Einzelhoroskope angewandt, kann die astrologische Prognose jedoch sehr wohl präzise Themen und die damit einhergehenden Trends, Herausforderungen und Spannungen erkennen und eine große Hilfe im Beratungsalltag sein.
Doch schauen wir auf die aktuellen kosmischen Entwicklungen. Jupiter in der Waage hat seine ganze Spannbreite ausprobiert und uns vorgeführt, wie extrem die Ausschläge der Waagschalen sein können. Jupiter bringt die Schaukel zum Schwingen in unbekannte Höhen und lässt uns dabei unsere Balance verlieren.
Das Resultat: Überall Spaltung und Verhärtung der Fronten. Jupiter hat mit Glauben, Expansion, Grandiosität und Reichtum zu tun, allerdings auch mit Aufblähung, Übertreibung und Wucherungen aller Art. Da Jupiter zur Zeit in Opposition zu Uranus in Widder steht, erleben wir weltweit eine Phase extremer Unruhen. Dieser wird, ganz kurz nach dem Neumond, endlich wieder direktläufig und kann dann auf klareren Kurs zusteuern.

neumond januar

Der Steinbock-Neumond (29. Dezember): Mit Disziplin und Ehrlichkeit sich selbst gegenüber wieder den ‚richtigen Weg‘ finden
 
Steinbock ist ein entschlossenes, fokussiertes Zeichen. Es geht darum, sich in der materiellen, realen Welt sicher zu fühlen, indem man Regeln einhält, Pläne verfolgt und fleißig arbeitet. Vernunft und Realitätssinn, aber auch Zielstrebigkeit und Bereitschaft, durch längere Durststrecken zu gehen, sind typische Steinbock-Eigenschaften. ‚Man muss sich auch mal zusammenreißen‘, könnte die Botschaft hier lauten. Der Mond ist im Steinbock nach der klassischen Astrologie im sogenannten Exil, das heißt, er befindet sich in fremder Umgebung. Hier findet er nicht so einfach, wonach er sich so sehnt: Zärtlichkeit, Rückzug ins Private, emotionale Versorgung bei gleichzeitigem Sich-Gehen-Lassen dürfen.
Eine schwierige Paarung also. Eine Zeit, in der man in der Speisekammer weiter nach hinten greifen muss, um damit vorlieb zu nehmen, was es noch an Vorrat gibt: Tütensuppen, Knäckebrot und Dauerwurst statt Gans mit Rotkohl und Lebkuchen. Das klingt schlimmer als es ist: Denn nach der Weihnachtszeit mit ihren Naschereien und freien Tagen ist es jetzt ohnehin ratsam, den Gürtel etwas enger zu schnallen. Das Leben braucht wieder Regeln und Grenzen!


Der Neumond hat für den Start ins neue Jahr noch einen  dritten Gesellen mit im Boot: Den rückläufigen Merkur. Ein rückläufiger Merkur zeigt immer eine Phase an, in der wir vorsichtiger und achtsamer sein bei allem sein sollten, was mit Kommunikation zu tun hat.

  • Emails und andere Nachrichten gut formulieren und nachlesen, bevor man sie abschickt. Überprüfen, ob diese auch ankommen!
  • Mit Verzögerungen und Missverständnissen rechnen.
  • Verträge genau durchlesen und im Zweifelsfall lieber aufschieben bis nach dem 9.Januar Manches geht verloren und findet sich erst später wieder an.
  • Missverständnisse: Wer hat was gesagt und wie gemeint? Höhere Frustrationstoleranz üben und nicht alles persönlich nehmen!

Andererseits eine gute Zeit für:

  • Aufräumen, alte Unterlagen überprüfen und vielleicht entsorgen.
  • Alte Kontakte pflegen.
  • Alte Pläne, die man auf Eis gelegt hatte, noch einmal genau durchleuchten. Vielleicht hat nur ein Detail nicht gestimmt? Vielleicht hat sich inzwischen etwas geändert und das ganze Konzept muss nur unter einem neuen Vorzeichen angegangen werden?
  • Tagebuch schreiben, Innenschau betreiben, alte Gedanken wieder aufnehmen, mit sich in Klausur gehen.

Mars-Neptun in Fische im Sextil zum Neumond gibt uns Gelegenheit, Irrtümer einzusehen und in der Vergangenheit eingeschlagene Wege wieder zurückzugehen. Vielleicht haben wir uns auf eine fixe Idee versteift oder etwas angestrebt, was uns doch nicht gut tut? Jetzt ist eine gute Gelegenheit, bestimmte Handlungsmaximen neu zu überdenken.
Jupiter-Saturn-Sextil: Einen Kompromiss finden zwischen Viel und Wenig, Gier und Bescheidenheit, Expansion und Sparsamkeit. Wer kein Freund von Listen mit Vorsätzen ist, der kann sich zumindest fragen, wo es im Alltag mehr Ausgewogenheit geben könnte.

Wichtige Neumond-Fragen für den Januar:

  • Wie waren die letzten Wochen? Wo habe ich mich vielleicht verrannt, geirrt, bin einem Missverständnis aufgesessen?
  • Schaffe ich es, auch mal eine kleine Durststrecke auszuhalten? Eine Phase, in der ich weniger Seelen-Streicheleinheiten bekomme?
  • Welche Pläne sind vielleicht besser für mich, damit ich mich wohlfühle?
  • Kann ich ehrlich mit mir sein und Irrtümer zugeben? Ein ‚Fehler‘ ist doch am Ende des Tages auch nur eine ‚Erfahrung, die mir noch ‚gefehlt‘ hat.

Aufpassen:

  • Wenn wir uns selbst nicht zusammenreißen können, kann der Alltag umso schmerzlicher werden, am besten man richtet sich von sich aus schon mal auf etwas mehr Disziplin ein.

neumond februar

Der Wassermann-Neumond (28. Januar): Eine gute Zeit, um sich aus allzu starren Mustern zu befreien

Wassermann ist das Zeichen der Individualität und der inneren Unabhängigkeit. Als fixes Luftzeichen braucht es Abstand und immer eine offene Tür, durch die man notfalls fliehen kann. Es geht um Freundschaft und Solidarität, um Menschenfreundlichkeit und Brüderlichkeit. Etwas abgehoben vielleicht für den Neumond? Ja und nein. Ja, weil es in dieser Konstellation immer die Gefahr der Spaltung zwischen Gefühl (Mond) und Verstand (Luft) gibt. Nein, weil es manchmal gut tut, etwas kühlenden Abstand zu allzu dramatischen Emotionen, die uns zu überwältigen drohen, einzunehmen.
Interessant ist diesen Monat, dass der Neumond keine weiteren Aspekte eingeht, Sonne und Mond also sozusagen ‚auf sich alleine gestellt‘ sind. Gleichzeitig fällt auf, dass Merkur eine Konjunktion mit Pluto eingegangen ist und darauf beharrt, bei anderen alle Knöpfe zu drücken, um die Wahrheit zu erfahren, es gibt keine Zeit für Small-Talk und Spielchen spielen. Hinter die Fassaden gucken, Geheimes aufspüren, kleine intellektuelle Machtkämpfe.
Hierbei kann es sehr leidenschaftlich zugegen. Wie gut, dass die luftige Wassermann-Brise die heiße Stirn danach wieder abkühlt, so dass man etwas souveräner da steht.
Venus hat sich mit Mars und Chiron in den Fischen zusammen getan und verlangt nach Träumereien, (Selbst-)Mitleid und Seelenpflege. Durch das Quadrat zu Saturn ist hier allerdings angezeigt, dass der Reise in die Sphären der Fantasie und Sensibilität strenge Grenzen und Frustrationen vorgebaut sind.
Auch wieder kann der Wassermann-Neumond helfen: Verletzungen und Frustrationen können einen krank machen, wenn man das Ganze nicht ein bisschen in Relation setzen kann. Geht es anderen nicht ähnlich? Wenn man genau hinsieht, sind alle unsere Mitmenschen ein bisschen frustriert, wenn auch nicht immer offensichtlich. Gemeinsam diese Befindlichkeiten teilen kann sehr erleichtern, vielleicht kann man sogar darüber schmunzeln?

Wichtige Neumond-Fragen für den Februar:

  • Habe ich genug Abstand zu meinen inneren Dramen?
  • Habe ich genug Freiraum im Alltag? Wann würde es mir gut tun, selbständiger und unabhängiger handeln zu können?
  • Kann ich auch mal über mich lachen?
  • Kann ich einsehen, wenn ich zu weit gegangen bin?

Aufpassen:

  • Kränkungen tun weh, aber das geht uns allen so. Jetzt nicht den Fehler begehen, im Selbstmitleid zu verfließen und bitter zu werden.

Was ist ein Neumond?
Unter Neumond versteht man die Mondphase, in der er von der Erde aus nicht sichtbar ist. Er steht, von der Erde aus gesehen, in Richtung der Sonne, wobei man nur seine unbeleuchtete Rückseite sieht und er fast unsichtbar erscheint. Er empfängt nur noch ein Minimum an Sonnenlicht, von der Erde aus reflektiert, sein Licht ist daher auf das Äußerste reduziert und kaum erkennbar. Sonne und Mond stehen so dicht nebeneinander, das sie eine vollkommene Einheit bilden; eine Konjunktion von exakt Null Grad und Null Minuten. Die beiden 'Lichter' Sonne und Mond sind für die Schöpfung jeglichen Lebens verantwortlich und beleben die anderen Himmelskörper mit Energie, sei es harmonisch oder spannungsreich. Sie geben das Leben und – im Falle einer Finsternis -, nehmen sie es wieder. Wenn sich die Schwingungen der beiden Lichter treffen, so bündeln und aktivieren sie sich gegenseitig, so dass Geist (Sonne) und Emotionen (Mond) für eine kosmische Sekunde zusammentreffen. Der Neumond zeigt immer eine Phase des Neuanfangs an.

Martin Sebastian Moritz
Diplom-Psychologe, Trendforscher und Psychodrama-Therapeut beschäftigt sich seit 25 Jahren mit Astrologie. Er berät telefonisch und persönlich (Hamburg und Berlin) und bietet regelmäßig Veranstaltungen zum Thema Psychologische Astrologie in Form von Workshops, Vorträgen und Webinaren an.
www.Astro-via.com