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Das Organoskop

Die 24 inneren Organe im Jahresverlauf
Von Elvira Schneider

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Dieser Kalender ist ähnlich einem Astrologie- oder Mondkalender eine praktische Begleitung durch das Jahr. Er kann Orientierung und Lebenshilfe sein   und öffnet eine Tür für Zusammenhänge, die hinter dem Offensichtlichen liegen.

Jeder Mensch ist ein Mikrokosmos und mit dem  Makrokosmos verbunden. Alles ist miteinander verwoben, nichts ist getrennt voneinander. Mutter Erde reagiert auf unseren Umgang mit ihr. Wir greifen zu den Sternen, erforschen den unendlichen Weltraum um Verständnis und Sicherheit zu gewinnen. So weit wie das Universum, so unerforscht bleibt immer noch die innere Welt. Das ewige Sein ist nicht irgendwo da draußen, sondern mitten in uns, in der Substanz unseres Wesens. Alles ist ein Kreislauf, kein Anfang, kein Ende. Der körperliche Tod – ein Übergang. Das menschliche Leben ein Geschenk, eine Möglichkeit zu erkennen, wer wir wirklich sind.

Die 24 inneren Organe sind ein Wegweiser in die innere Welt und helfen, den Mikrokosmos zu erforschen und damit uns selbst im Licht universeller Zusammenhänge zu verstehen.
Wie oft sind wir Stimmungsschwankungen und inneren Krisen scheinbar ausgeliefert in Zeiten, in denen keine aktuelle Bedrohung auf unser Leben besteht. Vielleicht erleben Sie jedes Jahr zur gleichen Zeit eine Phase von Chaos, unbegründeter Traurigkeit oder einen positiven Ansturm von Schaffensdrang oder Glücksgefühlen.
Das Organoskop kann darauf eine Antwort geben. Im zweiwöchentlichen Wechsel der inneren Organe können wir uns selbst und die Geschehnisse in der Welt beobachten. Dies führt zu mehr Gelassenheit, größerer Einsicht in kollektive Abläufe und bringt einen gesunden Abstand zu den Schwankungen Ihres ganz persönlichen Alltags.  Das Organoskop ändert sich nie, es geht beständig seinen Lauf, so wie der Mond um die Sonne kreist und die Erde um sich selbst.
Der Kalender beinhaltet Zuordnungen zu Klangfrequenzen, Farbschwingungen, Tieren, Ländern, Handmudras und zeigt Zusammehänge von körperlichen Beschwerden, emotionaler Dysbalance und geistigen Glaubenshaltungen. Meditative Übungen und Erforschungsfragen runden jedes Kapitel ab. Er zeigt die Potentiale und Schwächen einzelner Organbereiche in der Zeit.
Es ist eine erste Bekanntschaft mit einer völlig neuen, ganzheitlichen Methode und Sichtweise auf das Leben und bietet dazu eine Heilmethode an: Tibetan Pulsing Healing. Entwickelt, gefördert und entdeckt von dem Amerikaner James R. Murley (Swami Shantam Dheeraj).

Folgend beispielhaft die Arme – Die Entwicklung unseres Gleichgewichtssinns

Organebene und Bedeutung:
Die Hände sind unsere Sinnesorgane für Tasten. Ein Gedanke reicht aus, um die Nerven im Gehirn so zu aktivieren, dass die Finger sich bewegen. Die Arme sind Ausdruck verschiedener Impulse, die mittels des Gehirns ausgelöst werden. Die Haltung der Arme und ihr Einsatz wird in folgenden Beispielen deutlich:
Mit den Unterarmen strecken wir die Hand nach etwas aus, was weiter weg ist. Wir setzen den Unterarm als Mittel des Kontakts ein.
Mit den Ellbogen machen wir eine Grenze deutlich. Wenn wir bestimmend oder aggressiv wirken wollen, bringen wir die Ellbogen raus. Wenn wir uns verteidigen, gehen Ellbogen und Arme schützend vor unseren Körper.
Im Oberarm liegt Stärke und Kapazität, die für sozialen Kontakt genutzt wird. Der Bizeps wird vorgezeigt, um Kraft zu demonstrieren. Es gibt das Armdrücken, bei dem zwei Menschen versuchen, den Arm des Gegenübers auf dem Tisch niederzudrücken. Der Stärkere gewinnt.
Vor der Brust verschränkte Arme zeigen eine innere Abwehrhaltung aus einer Angst, angegriffen oder verletzt zu werden. Es ist eine geschlossene Haltung und demonstriert Reserviertheit.
Hände in den Taschen zeigt die Angst, einen Fehler zu machen. Es ist auch eine Abwehrhaltung: Lass mich in Ruhe, komm mir bloß nicht zu nah. Ähnlich mit den Händen hinter dem Rücken. Der Brustraum ist scheinbar offen, doch etwas muss hinter dem Rücken versteckt werden.
Handzeichen lernen wir schon in der Schule. Wenn du sprechen willst, hebe die Hand. Wenn du dich meldest, zeigt es deine Bereitschaft, gesehen zu werden.

Die Farbschwingung der Arme ist altrosa, das Tier der Affe, das Land Israel.

Die Arme als Sprachrohr des Herzens

„Die Arme sind die Verlängerungen der Wünsche unseres Herzens“

Wir fühlen mit unseren Armen,
mit unseren Händen.
Wir fühlen Dinge mit unseren Fingern, den Verlängerungen des Herzens über die Arme.
Wir drücken mit unseren Händen, wir ziehen mit unseren Armen.
Wir schieben den Schutz für das Herz vor,  wir ziehen die Wünsche des Herzens an.
Wir heben Dinge auf, wir heben sie hoch mit unseren Armen.
Wir halten Dinge unten mit unseren Armen.
(Shantam Dheeraj, Bardo „Live“)

Mit den Armen und Händen lassen wir das Herz sprechen. Wir lassen uns führen beim Tanz, geben uns hin. So wie die Vögel, die Falter, die Schmetterlinge, wenn sie sich erheben im Flug, getragen durch die Bewegung ihrer Flügel und Falter, getragen im luftigen Raum. Der Tänzer auf dem Seil hoch oben über den Dächern balanciert mit seinen Armen auf dünnem Seil.

Phobien
Wenn wir unsere innere Balance verlieren, tendieren wir zu Phobien. Wir verschließen uns innerlich. Phobische Ängste zeigen blockierte Energie in den Armen: die Angst zu fallen, Angst vor Menschenansammlungen, Angst vor Weite oder Enge, Angst zu sprechen, Angst zu schwimmen, Angst im Fahrstuhl, im Flugzeug, Angst davor, mit etwas nicht umgehen zu können. Angst vor Handlungskraft oder etwas Falsches zu tun.
Im Moment von Höhenangst ist es hilfreich, die Hand eines anderen Menschen zu halten. Die Energie, die durch die mitfühlende Hand erfahren wird, entspannt das Nervensystem. Bei Flugangst hilft die Berührung einer Hand oder eines Armes. Blockierungen und Anspannungen der Arme und Hände können gelöst werden. In einem Flugzeug ist allen klar, dass der Pilot die Kontrolle über das Fliegen hat und ich sie abgeben muss.  
Agoraphobie ist die Angst vor Weite, auf öffentlichen Plätzen, in öffentlichen Situationen. Die Sicherheit der schützenden vier Wände ist nicht mehr da. Menschen, die mit diesen Ängsten zu tun haben, beschreiben es folgendermaßen: „Ich habe Angst, dass etwas Schlimmes passiert und keiner da ist, der mir hilft.“ Oder: „Ich habe Angst, in der Falle zu sitzen und schutzlos ausgeliefert zu sein.“

schneider farbkreis
Es gibt Menschen, die plötzlich Panik bekommen, wie aus heiterem Himmel und einer Situation nicht mehr gewachsen sind. Das können Momente sein nach einem Unfall, einem Sturz, der länger zurückliegen kann. Völlig unvorhergesehen taucht diese Panik bei einer öffentlichen Rede auf. Der Unfall hat eine posttraumatische Belastungsstörung ausgelöst. Und obwohl alles gut gegangen war, reagiert das Unterbewusstsein immer noch so, als ob der Sturz wieder geschieht. Das traumatische Erlebnis des Unfalls ist im Nervensystem noch nicht gelöst. Oder es reaktiviert ein älteres, längst vergessenes Trauma. In diesem Fall konnten die Arme den Unfall nicht abwehren. Die Möglichkeit, sich mit den Armen zu schützen, war einfach unmöglich.
Menschen, die in einem gewalttätigen Elternhaus aufgewachsen sind sehen sich viele Jahre später mit der Angst konfrontiert, auf die Straße oder in den nächsten Supermarkt zu gehen. Gewalt wird mit den Armen ausgeübt, selten mit den Beinen oder dem Kopf. Das bedeutet, dass Zerstörung und gewalttätige Handlungen gegen andere und sich selbst sind als „negative elektrische Ladung“ in den Armen gespeichert ist.
Menschen, die sich „ritzen“ üben Gewalt gegen sich selbst aus. In den meisten Fällen hat dieser Akt zwanghaften Charakter, das Bewusstsein ist dabei teilweise ausgeschaltet. Der Gewalt, die diese Menschen in ihrer Kindheit ausgesetzt waren, wird auf diese Weise Erleichterung geschaffen. Grundsätzlich ist jede Form der Selbstzerstörung ein blinder Fleck im energetischen Kreislauf der Arme. Die Kraft, sich Ausdruck zu verschaffen ist von großer Angst begleitet, dringt nicht durch. Die Frustration darüber lässt einen Menschen in die Selbstzerstörung gehen.

Die Bedeutung von Mudras
Hände und Arme sind mannigfaltig in ihren Ausdrucksformen und unersetzlich in der Kommunikation, vor allem bei Menschen, die weder hören noch sprechen können. Taubstumme unterhalten sich ausschließlich durch Gestik und Mimik. Mudras sind symbolische Handgesten oder eine Körperhaltung. Sie bewirken eine Aktivierung der feineren Bewusstseinsschichten.
Das Hand-Mudra des Herzens ist leicht zu verstehen. Es sind die vor der Brust gefalteten Hände, eine Geste des Bittens, des Betens, der Wertschätzung des Selbst: Namaste! Namaste heißt: Ich grüße das Göttliche in dir. In Indien gibt man sich nicht die Hand zur Begrüßung, sondern grüßt mit zusammengefalteten Händen vor dem Herzen oder vor der Stirn.
Der christliche Priester gibt seinen Segen, indem er seine Hand über den Kopf des Betenden hält.

Das Hand-Mudra der Arme ist dem Herzen ähnlich, mit dem Unterschied, dass die Hände nicht zusammen sind, sondern etwas voneinander entfernt in Höhe der Schultern gehalten werden.

Bildliche Darstellung im Tarot
Die Arme werden von den Königinnen im Tarot dargestellt. Sie sind Manifestationen femininer, vollständig ausbalancierter Kraft – aktive und rezeptive Handlungen sind im Gleichgewicht.
Beispiel: Die Königin der Stäbe repräsentiert das Mysterium. Sie hat Macht über den Tod und weiß, wie Leben genährt wird.
Im tibetischen Buddhismus repräsentieren die Taras, diese Qualitäten. Die grüne Tara steht für absolute Handlungsbereitschaft. Im Fall von Gefahr ist sie sofort und bedingungslos zur Stelle, so wie eine Mutter ihr Kind vor Gefahren beschützt. Sie handelt spontan und aus der Mitte heraus. Furchtlos begibt sie sich selbst in Gefahr.
Ist kein Handlungsbedarf da, ist sie in vollkommener Ruhe, Zentriertheit und Verinnerlichung. Sie ist die Mutter aller Buddhas, und symbolisiert die Liebe für alle fühlenden Wesen. Die Tara kann mit Mutter Maria gleichgestellt werden. Die liebende Mutter: pure Unschuld, reine Präsenz, fühlendes Wesen. Immerzu gebend und nährend, dass Leiden der Menschen erkennend und lindernd. Sie hält Jesus sterbend in ihren Armen, nimmt den Schmerz und bleibt in der Liebe.

Meditation zur weißen Tara:
Für die Anwendungen von Meditationen mit einer Gottheit ist es unbedingt notwendig, eine starke Einstellung der Zuflucht mit tiefem Vertrauen und tiefer Hingabe zu der entsprechenden Erscheinung zu haben. Damit das möglich wird, ist es wichtig, diese Sadhanas (spirituelle Praxis) mit der richtigen Auffassung auszuführen. Unter dieser Voraussetzung wird man damit zweifellos einen starken Segen und starke Wirkungen erreichen können.
Du sitzt mit gekreuzten Beinen auf einem Kissen oder einem Stuhl. Deine rechte Hand ruht mit der Innenfläche nach außen auf deinem rechten Knie, um allen Wesen etwas zu geben. Daumen und Zeigefinger gehen zusammen. Die linke Hand hältst du vor deiner Brust in der Geste des Zuflucht-Gewährens. Hier gehen Ringfinger und Daumen zusammen. Die Augen können offen mit weichem Blick oder geschlossen sein. Wenn du möchtest, visualisiere dich selbst als weiße Gestalt oder in weißem Licht. Wesentlich ist es, zur Ruhe zu kommen, still zu werden und nach innen zu horchen. Wenn du einen Herzenswunsch oder einen ganz praktischen Wunsch verspürst, dann richte diesen Wunsch an die Weiße Tara mit der Bitte um Erfüllung.

Das Mantra, welches du an sie richten kannst, lautet: Om Tara, Tuttare, Ture Svaha.
Übersetzt lautet es: Heil Dir! Tara, Entschlossene und Heldenhafte!

Fotos: Elvira Schneider

Elvira Schneider
geboren 1958 in Freiburg. Mit 21 Jahren lernte sie ihren ersten spirituellen Meister Osho (damals Bhagwan) in Indien kennen.
Ausbildung in ganzheitlichen Körperarbeit: Shiatsu und Akupressur. Ausbildung in Tibetan Pulsing und Klassische Homöopathie. 1999 erfolgreiche Ausbildung zur Heilpraktikerin mit Zertifizierung. Neben der therapeutischen und heilkundigen Arbeit erwarb sich Frau Schneider Fähigkeiten in ayurvedischer Massage und Aquabalancing und absolvierte Ausbildungen in beiden Bereichen. Immer auf der Suche nach Vollständigkeit und Ganzheit im Inneren, begegnete sie im Jahre 2001 ihrem jetzigen spirituellen Lehrer, OM C. Parkin, der Advaita und eine Form der „inneren Arbeit“, sowie das Enneagramm lehrt.
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