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Elbsandsteingebirge

Ein besonderer Ort der Kraft
Von Hadeswintha Schröer

portrait schroeer

Im Osten unseres Landes, hinter Dresden, weit hineinragend nach Tschechien, erstreckt sich eines unserer vielgestaltigsten Mittelgebirge.

Durchschnitten wird es von der Elbe, die wie auch der Rhein, zu den Urstromtälern zählt. Seine ungebrochene Macht bewiesen hat dieser Fluss mit den verheerenden „Jahrhundertfluten“, wo er zuletzt 2013 ganze neun(!) Meter hoch anstieg. Wenn einem im Hotel gezeigt wird, wo überall das Wasser gestanden hat, mag man es sich gar nicht vorstellen … Dieser Strom hat das Gebirge und die umgebende Landschaft in Jahrmillionen entscheidend mit geformt, da er immer wieder seinen Lauf veränderte.

schroeer blick auf die elbe
Am Elbsandsteingebirge kann man sozusagen ablesen, wie Mutter Erde sich gewandelt hat. Erstreckte sich über weite Teile einst ein riesiges Meer (daher der Sand), so verlandete alles aber auch zwischenzeitlich. Sedimente setzten sich ab, Sand wurde zu Stein gepresst unter gewaltigem Druck, Wind und Wasser taten ihr übriges für die heftigsten Erosionen, vulkanische Tätigkeit aus der Tiefe förderte Basalt hervor. Basalt kommt direkt aus den Urgründen unseres Planeten, sozusagen ganz nahe vom Herzen von Mutter Erde … Er gehört zu den seltensten und härtesten Gesteinen überhaupt. Basalt tritt in vertikalen Aufschlüssen zutage, die hier häufig stark zerklüftet sind.
Die heutige Form des Gebirges entwickelte sich vornehmlich in der Kreidezeit (also vor rund 70 Millionen Jahren), in der auch andere Kraftplätze wie die Externsteine, die Teufelsmauer im Harz sowie die Insel Rügen entstanden sind. Doch nirgendwo gibt es auf 700 Quadratkilometern eine derartige Vielfalt in der Ausgestaltung der Landschaft, in Flora und Fauna. Frei lebende Luchse streifen durch die tiefen Wälder, Raubvögel jeder Art haben ihre Reviere fest im Auge, und die Menge an unterschiedlichen Farnen und Moosen ist hochgerühmt. In Farn und Moos tummeln sich erfahrungsgemäß gerne die Erdelementarwesen …
Im 19. Jahrhundert war es Mode, alles Mögliche miteinander zu vergleichen. So entstanden die Namen für die „Holsteinische Schweiz“ oder die „Sächsische (und Böhmische) Schweiz“. Wobei diese Vergleiche natürlich hinken, denn der höchste Berg des Elbsandsteingebirges ist gerade mal 723 m hoch und liegt außerdem in „Böhmen“.
Damals gab es auch noch keine bequemen Zugänge zu den imposantesten Stellen wie der „Bastei“. Der schwierige Weg führte durch die Vogeltelle bzw. über den Amselgrund zur Rathener Mühle und von da zum Hochplateau. 1814 wurde ein Teil des Weges mit 487 Stufen ausgebaut. Von den Städten Rathen oder Wehlen kam man zum Steinernen Tisch, wo auch heute noch gerne pausiert wird. Der Weg vom Neurathener Felsentor über die Mardertelle hinweg zum Basteimassiv wurde ab 1826 vom waghalsigen Wanderabenteuer zur Massenbewegung durch eine Holzbrücke. Zur Eröffnung der Eisenbahnstrecke durch das Elbtal wurde diese 1851 durch eine Steinbrücke ersetzt. Sie überspannt den Abgrund zwischen den Felsnadeln und gilt weltweit als Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz. An dieser Entwicklung ist doch einmal interessant zu sehen, wie der Mensch sich solchen großartigen Kraftplätzen nähert und sie dann letztlich für sich okkupiert.
Beeindruckend sind die zahlreichen, 70, 80 Meter tief ragenden Abgründe, in die man von oben hineinsehen (teilweise auch hinuntersteigen kann), die von steil aufstrebenden Gesteinsnadeln umrahmt werden. An jeder Ecke gibt es neue Aus- und Einblicke, die uns die Bewegungen der Erde in Vorzeiten plastisch vor Augen führen. Hier merkt man, dass Mutter Erde ein lebendiges Wesen ist, das sich immer wieder verändert …
Ein besonders spektakulärer Ausblick bietet sich vom eigentlichen Basteifelsen, einer hervorstehenden Sandsteinnase – in 200 Metern Tiefe unter einem fließt die reichlich gefüllte Elbe durch ihr weites Tal. In der Ferne ist einer der malerischen Tafelberge zu sehen, genannt „Lilienstein“. (Auffällig ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Felsen hier alle „…stein“ heißen!)

schroeer kultplatz
Wenn man sich zwischen den einzelnen Abschnitten der Bastei herumbewegt, spürt man, welche Kraft von unten aus Mutter Erde strömt – überall powert die Energie heftig nach oben. Bei Testversuchen mit dem Landschaftspendel zeigte dieses mehrfach vielfältige Energiemuster. Das ist immer ein Hinweis auf einen Punkt mit kosmischer Anbindung. Überhaupt fühlt man sich dort oben dem Himmel irgendwie näher als anderswo.
Gerade da entdeckte ich einen eindeutig uralten Kultplatz mit der typisch hohen Abstrahlung, den napfartigen Vertiefungen im Sandstein. Auf dem Biometer wurden 30.000 B.E. angezeigt – das ist enorm!
In dem ausgedehnten Gebiet gibt es viele imposante Stellen. So kann man von Bad Schandau aus mit der Kirnitzschtalbahn, einer gemütlichen, alten Straßenbahn, gemächlich durch das romantische Tal tuckern, vorbei an Wiesen voller Elfen, das leise Glucksen des Bächleins mit Wasserwesen neben sich. Am künstlichen Lichtenhainer Wasserfall vorbei geht es dann bergauf zum Neuen Wildenstein – einem gewaltigen Felsentor: 11 m hoch, 17 m breit und 24 m tief. Im Volksmund „Kuhstall“ genannt, weil hier in Kriegszeiten Bauern ihr Vieh versteckten. Der Weg dorthin führt an mächtigen Felswesen vorbei, die teils wie grimmige Wächter wirken, teils mit geheimnisvollen Kämmerchen locken. Man glaubt sich in eine Märchenwelt versetzt, fern unserer hektischen Zeit.
Natürlich hat auch dieser majestätische Felsbogen schon in frühester Zeit Menschen beeindruckt und zu rituellen Handlungen angeregt. Meinem Empfinden nach war es ein Ort der Verehrung der großen Göttin, der großen Mutter. Denn auf der linken Seite hat der Fels eine tiefe Spalte, die von beiden Seiten aussieht wie eine Vagina. (Auf dem Regenstein im Harz hatten wir eine ähnliche Formation besucht, die uns als „Mutterhöhle“ vorgestellt worden war.)
Hinter diesem Spalt ragen Felsen auf mit Gesichtern wie von Fabelwesen, manche wie lauernde Wildtiere. Und dahinter liegt, hinter Vorsprüngen verborgen, eine geheime Einweihungskammer völlig im Dunkeln. Auf dem Foto (ohne Blitz!) sind Zeichnungen erkennbar und – ein Orb! Wenn das kein Hinweis auf einen heiligen Ort ist.
So entließ uns dieses machtvolle Gebiet voller Freude des Entdeckens, angeregt durch ungelöste Geheimnisse und aufgeladen mit der Kraft von Mutter Erde.

Hadeswintha Schröer
arbeitet seit 1972 spirituell. Seit 1994 Channel für aufgestiegene Meister, Medium für Engel der Ratsuchenden, die im „Engelgespräch“ Antworten auf Lebensfragen erhalten. 1997 Gründung des „Zentrums für neues Bewusst-Sein: Krystall-Pyramide“. Seit 1995 Erdheilung mit Gruppe, Vorträge. Ab 1998 Seminare, Bücher, Reisen nach Ägypten u. Malta.
www.erdheilung.eu

Fotos: H. Schröer