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Aus der Dunkelheit ins Licht

Von Amara Yachour

portrait yachour
Die letzte Dunkelheit wird vom beginnenden Erwachen der Natur vertrieben. Noch ist es über der Erde nur vereinzelt grün und bunt, doch unter der Erde regt sich das Leben. Jegliches Erwachen beginnt im Dunkeln, so wie auch die Schöpfung im Dunkeln begann.

Alles war Dunkelheit, nur Gottes Geist schwebte über dem Wasser und er erschuf das Licht auf der Basis der Dunkelheit. Das Licht ist ein Produkt, wenn wir es wagen uns auf unsere innere Dunkelheit einzulassen um dort schöpferisch tätig zu werden. Jegliches Leben verbringt eine Zeit in der Dunkelheit um dann in die große Geburt des Lebens einzutauchen. Als spirituell Suchender haben wir uns der Suche nach dem Licht verschrieben, doch es ist die Dunkelheit, in der unser Erwachen begann.
Was wäre, wenn wir es den Pflanzen gleichtun und nicht auf einer linearen Ebene nach dem Licht streben, sondern unser inneres Auge nach oben und nach innen öffnen um das Prinzip göttlicher Fülle direkt in uns hineinfließen zu lassen, so wie es die Pflanze mit dem Strahl der Sonne macht. Sie muss sich nicht bewegen um zu finden. Sie bleibt stehen und öffnet Ihre ganze Pracht nach oben zum Licht hin, dass dann durch sie hindurchfließt bis in ihre Wurzeln. Sie verbindet sich mit dem Licht, egal an welchem Standort sie sich angesiedelt hat. Sie öffnet sich nur. Das ist das ganze Geheimnis, das Wunder und der Zauber der Schöpfung, dass wir jedes Frühjahr neu erleben dürfen.
Lesen wir die Zeichen und machen es der Natur nach. Hier können wir hautnah Schöpfung und Fülle studieren, die sich vor unseren Augen in einem Rausch der Sinne entfaltet.
Wir dürfen das Potenzial des erwachenden Lebens hören, riechen, schmecken, sehen und fühlen.

Achtsamkeit und Wahrnehmung
Gehen wir wirklich mit Achtsamkeit durchs Leben und bedanken wir uns für das Geheimnis, dass sich vor unseren Augen entfaltet. Nehmen wir die Fülle wahr und das Streben allen lebendigen Seins dem Licht entgegen oder haben wir nur die Allergie im Sinn, die sich gerade wieder angekündigt, wie jedes Jahr im Frühjahr oder den Blütenstaub, der uns zwingt ständig wieder die Fenster zu putzen? Sehen wir die Fülle oder konzentrieren wir uns auf den Mangel?

Das Schneeglöckchen – Analogie des Jenseits
Die Schöpfung schenkt sich uns in einem Farb- und Lichtspektakel und zeigt uns, das selbst während der größten Dunkelheit, der Funke des Lebens niemals ausgelöscht wird sondern wartet, bis das Signal kommt, zur Auferstehung. Das ist die zeitlose, göttliche Botschaft. Jegliches Dunkel ist nur eine Transformation in etwas neues Lichtvolles und eine neue, nie dagewesene Fülle. Das einzelne Schneeglöckchen, das in diesem Jahr stirbt, wird im nächsten Frühling auferstehen, wieder am gleichen Ort stehen und doch ist der Ort neu. Er ist gewachsen und hat sich entwickelt. Das Schneeglöckchen hat über den Sommer Brüder und Schwestern bekommen und ist jetzt nicht mehr alleine sondern steht in einem Horst mit ihnen zusammen und begrüßt die Frühjahrsonne. Die Bäume und Sträucher um es herum sind gewachsen und ganz unmerklich in der Dunkelheit des Sterbens hat sich Fülle entwickelt, die sich nun einfach schöpferisch Bahn bricht, um eine erneute Lichtreise anzutreten. Vielleicht ist dieses Bild für den einen oder anderen eine Analogie zur Seelenfamilie oder zum Jenseits. Niemand stirbt jemals. Wir gehen nur einen Augenblick in die Stille und Dunkelheit zurück um dann erneut im Licht wiedergeboren zu werden. Und wir alle bleiben immer am gleichen Ort, nur das der Ort sich nun in seiner nichtalltäglichen Wirklichkeit zeigt, wie es Schamanen nennen würden. Doch der Frühling lehrt uns auch noch etwas anderes. Er lehrt uns den Mangel in uns zu beenden und zu akzeptieren, dass für uns gesorgt ist. Hinwendung zum Reichtum und zur schöpferischen Entfaltung: Das ist die Botschaft des Frühlings.

Frühlingserwachen-Explosion des Lebens
Das Erwachen des Frühlings beginnt langsam. Er verteilt zarte, bunte Blüten über das Land und zieht sich dann oft noch einmal zurück. Um dann mit aller Macht und Kraft das Leben zu feiern. Die Natur wagt einen Neustart und bringt eine verschwenderische Fülle hervor. Wir können die unglaubliche Energie des Frühlings in unsere Seele integrieren und uns auf diese Weise in eine innere Harmonie mit dem Konzept der Fülle bringen. Wenn uns das gelingt, dann werden sich auch Wohlstand und Glück in unserer sichtbaren Realität manifestieren.

Wenn die Natur im Luxus schwelgt
Das Frühlingserwachen ist wie ein unbeschwertes Spiel mit unbegrenztem Reichtum. Diese Zeit kennt keine Angst vor Mangel oder bindet sich an „vernünftige“ Zweckmäßigkeit. Am Beispiel des Baums wird dieses Prinzip sehr deutlich. Denn jeder Baum entwickelt unzählige Blüten und damit künftige Keime, die zum großen Teil überflüssig sind und ohne Nutzen, etwa zum Erhalt seiner Gattung, der Erde wieder zugeführt werden.
Ebenso verschwenderisch treibt der Baum das Wachstum seiner Zweige, Blätter und Wurzeln voran. Diese Leichtigkeit im Umgang mit unbegrenzt vorhandenen Ressourcen können auch wir leben. Selbst wenn wir den Baum begrenzen würden und ihm sagen: Du darfst nur 1,50 m hoch wachsen und dann stoppen. Das wäre dem Baum völlig egal. Sein Bewusstsein ist auf Fülle ausgerichtet. Nur wir Menschen lassen uns als einzige Spezies beschränken, einschränken und begrenzen. Also beginnen wir, von der Natur zu lernen. Jeden Tag ein wenig mehr. Mit dem Frühling als spirituellen Lehrmeister gelingt uns das sicher!

Die pure Lebensenergie des Frühlings schenkt uns neue Lebendigkeit
Diese Jahreszeit ist ein Zauberer mit seiner explodierenden Farben- und Formenfülle. Zu dieser Pracht gesellen sich Licht und Wärme, die unsere Seelen weit öffnen für neue Erfahrungen und Chancen. Wenn wir uns ganz darauf einlassen, dann ziehen wir die äußere Fülle in unser Innenleben. Und wenn dann unsere innere Welt von Fülle bestimmt ist, können wir schöpferisch tätig werden. Denn erst eine Kraft, die wir in Besitz genommen haben, kann sich ausdrücken und damit in sichtbare Resultate verwandeln. Wir können Schönheit und Harmonie erschaffen, indem wir unseren bewussten und unbewussten Geist auf das Konzept des Frühlingserwachens einstimmen.
Nicht nur das Leben erwacht, auch die Sexualkraft bricht hervor, denn diese ist in Wahrheit unsere Schöpferkraft. Also gehen wir weise mit ihr um. Das Tao der Liebe zeigt uns, wie wir unbegrenzt Energie haben können und diese schöpferische Kraft lange in uns aufrechterhalten können.

Im Frühling lächelt uns der Kosmos an. Lächeln wir strahlend zurück!

Achtsam leben um das Energiefeld des Frühlings zu erkennen
Wer jetzt viel Zeit in der Natur verbringt und die wunderbaren Farben, Formen und Düfte mit allen Sinnen genießt, der erlebt achtsam das Erwachen der Natur. Die Explosion der Schöpfungskraft wird durch die Naturmeditationen zu einer tiefen Innenerfahrung. Das Glück des Augenblicks durchströmt uns. Unsere zauberhafte Umwelt wird für uns zu einer einzigen und großen Inspiration. Und diese einzigartige Inspiration ist wenig abstrakt oder schwer verständlich, sie ist ganz praktisch und handfest. Jeder wärmende Sonnenstrahl und jede farbige Blüte vermittelt uns das Konzept von Schönheit, Fülle und Luxus. Diese natürlichen Erscheinungen schenken uns ein Bewusstsein für die unendliche Quelle der Versorgung.
Wir lernen daraus, dass all unsere alten Ängste vor Mangel völlig unbegründet waren. Es waren Fesseln, die wir uns selbst auferlegt haben, ohne auf den Kosmos und die Natur zu schauen. Zu anderen Jahreszeiten sind tiefe Konzentrationsübungen oder andere Maßnahmen nötig, um mental auf einen neuen Kurs zu kommen. Aktuell brauchen wir nur in die Natur zu gehen und ihre Fülle zu betrachten. Es erfordert nur wenig Mühe, um unsere Aufmerksamkeit auf die Energie, Pracht und Farbigkeit der Frühlingsbilder zu lenken und dort zu halten. Diese realistische und greifbare Erfahrung wird ganz leicht zu einer deutlichen inneren Vorstellung.

Energie ist unendlich und reich vorhandenen
Die Gesetze des Frühlings zeigen uns, dass keine Begrenzungen existieren. Jeder Gedanke an den Zwang, ein begrenztes Leben führen zu müssen ist eine innere Täuschung. Eine Lüge, die wir meist schon früh im Leben gelernt haben und uns leider damit arrangiert haben.
Doch die einzige Wahrheit besteht darin, dass eine Fülle existiert, an der auch wir teilhaben dürfen und sogar sollen. Fülle kann man so definieren, dass man alles hat, um ein Leben zu führen, in dem man sich selbst verwirklichen kann. Damit man seine Talente und Wünsche umsetzen kann, benötigt man Zeit und auch ein gewisses Quantum an Geld. Geld ist in diesem Zusammenhang nicht dazu gedacht, um unnötige Dinge zu kaufen. Ausreichende oder gar große finanzielle Mittel sind einfach die Basis für die Selbstbestimmung, weil sie uns unabhängig machen. Geld schenkt uns Zeit und Freiheit das zu tun, wonach unsere Seele dürstet.

Die Aufmerksamkeit auf das Beste richten, was das Leben zu bieten hat
Mit dieser Strategie der selektiven Wahrnehmung auf das Beste, erfüllen wir unseren Geist automatisch mit dem Besten und für uns wird sich als Folge daraus alles zum Besten entwickeln. Es ist wichtig, diese Art zu denken zu kultivieren und sie so zu einer Gewohnheit werden zu lassen. Damit pflanzen wir den Samen des Besten und Schönen in unser Unterbewusstsein und werden von da aus alles anziehen, was damit harmoniert. Wir werden so zu einem Magneten für das Beste, denn bekanntlich zieht Gleiches auch Gleiches an.
Und welche Jahreszeit wäre besser geeignet als der Frühling, um mit dieser neuen Geisteshaltung zu beginnen? Gerade jetzt bekommen wir die idealen Startvoraussetzungen von der Natur geschenkt. Nutzen wir doch diese riesige Chance!

Amara Yachour
ist Autorin von mehreren Büchern und Fernstudien, Medium, Rednerin und spirituelle und mediale Lehrerin mit jahrelanger Ausbildung im In- und Ausland. Sie verbindet altes Wissen mit neuesten Erkenntnissen der Gehirn- und Quantenforschung, damit Ihre Schüler in kürzester Zeit hervorragende Ergebnisse erzielen. Bibliografie:
Grüße aus dem Jenseits • Stimmen des Himmels • Das Lenormand Märchenbuch • Medialität – Das Unsichtbare wird sichtbar
www.body-soul-centrum.dewww.mediumausbildung.de                                                                       

Portrait: A. Yachour