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Körpertherapie und ihre Methoden

Posturale Integration
als Bindeglied zwischen Körper-Geist-Seele
Von Anna Mastalerz

mastalerz bindeglied
Was ist Körperpsychotherapie?
Der Begriff Körperpsychotherapie umfasst eine Vielfalt verschiedener körperpsychotherapeutischer Verfahren mit unterschiedlichen therapeutischen Schwerpunkten. Gemeinsam ist ihnen die tiefenpsychologisch fundierte Ausrichtung. Das tiefenpsychologische Konzept geht davon aus, dass unbewusste psychische Prozesse unser Fühlen, Denken und Handeln wesentlich beeinflussen.

Die Bewusstmachung dieser unbewussten Vorgänge ist eine entscheidende Voraussetzung für Veränderung und Heilung. Die tiefenpsychologische Psychotherapie verwendet als Verbindung und Weg zum Unbewussten allein die Sprache, etwa in Form des freien Assoziierens oder der Traumdeutung. In der Körperpsychotherapie wird der Zugang zu unbewussten Konflikten und Erlebnissen in erster Linie über das Körpererleben gesucht, sowie die Impulse, die der Körper verarbeitet, durch Sprache, Stimme, Atem und die Bewegung, nach außen energetisch umzuwandeln.

Verblüffende Erfolge durch ganzheitliche Körperarbeit
Die Zahl der von Rückenschmerzen Geplagten ist heute Legion. Kaum einer, der von Bandscheibenproblemen verschont bleibt. Die Diagnosen der Ärzte sind häufig frustrierend. Gibt es wirklich keinen Ausweg aus der Misere? Ist es wirklich nur der Rücken der behandelt werden muss, wenn die Wirbelsäule Beschwerden macht? Eine Methode mit dem etwas sperrigen Namen Posturale Integration verspricht in vielen Fällen Abhilfe. Mit ganzheitlicher Körperarbeit können blockierte Gefühle und Empfindungen gelöst und Energien wieder zum Fließen gebracht werden. Denn die wahren Ursachen für Rückenprobleme, für unsere vielfältigen „Schiefhaltungen“, liegen oft tief im Geistig-Seelischen verborgen.

Durch Posturale Integration (PI) die Kommunikationsmöglichkeiten erweitern
In einer Kultur, die stark von materiellen Werten und Leistungsdruck gekennzeichnet ist, bietet PI seinen Klienten die Möglichkeit, in tiefgehenden, emotionalen Prozessen, alltägliche, persönliche Schwierigkeiten zu verarbeiten. Durch den technologischen Wandel, die Reduktion der körperlichen Arbeit und die Zunahme der psycho-mentalen Belastungen,  häufen sich Störungen des Muskel- und Nervensystems, die durch gesteigerte körperliche Selbstwahrnehmung bewusst gemacht und im Sinne körperlichen Wohlbefindens aufgelöst werden können.
Eine immer größere Zahl von Krankheiten kann mit ausschließlich medikamentöser Behandlung auf einem Status quo gehalten werden, bei teilweisem oder gänzlichem Verlust des positiven Lebensgefühls. Hier können die vielseitigen Hinweise aus der chinesischen Medizin oder der Akupressur helfen, die aus der Körperarbeit gewonnenen Einsichten in Veränderungen des Lebensstils umzusetzen. Im Zeitalter der digitalen Kommunikation, in der in den deutschen Großstädten fast jeder zweite Haushalt ein Singlehaushalt ist, unterstützen die Methoden der Gestalttherapie ein Erweitern der kommunikativen Fähigkeiten der Menschen.

Körper-Seele-Geist eine untrennbare Einheit
Die Kernaussage der Körperpsychotherapie ist, dass Körper-Seele-Geist eine untrennbare und sich gegenseitig beeinflussende Einheit bilden. Im normal reagierenden Organismus passen Körperhaltung, Körperempfindung, Gestik, Mimik sowie Emotionen zueinander; sie sind aufeinander abgestimmt, was zu kongruenten Handeln und Verhalten führt. So erkennt man Trauer, Wut oder Freude immer an bestimmten körperlichen Ausdrucksformen, Haltungen und Gesten.

Was der Körper über die Seele verrät
In der Körperarbeit geht man davon aus, dass die Lebensgeschichte eines Menschen ein Spiegelbild findet in den Körperstrukturen, die geformt werden durch Muskelspannung und Muskeltonus, sichtbar in Körperhaltung und individueller Ausstrahlung eines Menschen. Erfahrungen, insbesondere Beziehungserfahrungen, finden nicht nur in der Psyche Resonanz, sondern hinterlassen auch sichtbare Spuren in der Biologie des Körpers.
So können sich etwa hinter wiederkehrenden Muskelverspannungen Gefühle und Erinnerungen verbergen. Neueste Erkenntnisse der Neurowissenschaften weisen auf, dass bereits aus der prä- bzw. nonverbalen Phase der Kindheit in bestimmten Hirnregionen frühkindliche Erlebnismuster gespeichert und kodiert sind. Diese sind dem Bewusstsein im therapeutischen Prozess allein durch Verbalisieren und Deutung nicht zugänglich.

Verspannungen mit Posturale Integration ins Lot bringen
Posturale Integration (PI) setzt sich aus dem englischen Wort posture für unsere körperliche, emotionale und geistige Haltung und dem Wort Integration für Wiederherstellung eines Ganzen zusammen. Es enthält auch die lateinische Wortwurzel für unversehrt. Posturale Integration heißt demnach sinngemäß: das Wiederzusammenfügen körperlicher, emotionaler und geistiger Aspekte unserer Haltung zu ihrer ursprünglichen Einheit.
„Die bei der Posturalen Integration von der Körperhaltung ausgehende Arbeit mit der Gesamtpersönlichkeit gründet auf der Erkenntnis, das zugleich mit dem Berühren des Körpers auch Gefühle und Gedanken ausgelöst werden. Und das diese beim Anregen körperlichen Veränderungen zum Ausdruck gebracht werden müssen. Die PI-Praktizierenden und ihre Klienten arbeiten gleichzeitig auf allen Ebenen zusammen, teils mit dem Atem, teils mit dem Bindegewebe, teils mit Lauten oder Worten; dann wieder mit Gefühlen und inneren Bildern, dann wieder mit Bewegungen und so weiter. Immer im Bewusstsein der physischen, emotionalen, kognitiven und spirituellen Einheit des Geschehens.“
Jack Painter

Wie sich PI entwickelte
Mit der Verfolgung der weisen Frauen im Mittelalter erfährt die ganzheitliche Körperarbeit ihre Trennung in eine körperliche Behandlung (Medizin), die emotional-seelische Behandlung (Kirche, Religion) und eine geistige Orientierung durch die mechanistische Wissenschaft.

Wie aus Körpersymptomen Gefühle werden
Durch spezielle therapeutische Techniken wie Berührung, Körperwahrnehmung, Bewegung und szenisches Handeln werden vergangene oder aktuelle Lebenserlebnisse und Ereignisse reaktiviert. Das emotionale Erfahrungsgedächtnis gibt bislang unbewusste Körperempfindungen, Gefühle und Bewegungsmuster frei, die durch Erspüren und Erfühlen erinnert, ausgelöst und somit bewusst werden. Das Sprechen über das unmittelbar Erlebte lässt eine bewusste Neubewertung der Erlebnisinhalte zu und ermöglicht eine Integration neuer Absichten. Das führt zu einer Orientierung, die heilsam ist und eine erwünschte und ersehnte Richtung bewirkt, die durch bewusste Gestaltung des Lebens optisch sichtbar gemacht wird. Die Körpertherapie ist somit eine Erfahrungs-, Ressourcen- und Lösungsorientierte Methode.

„Ich glaube daran, das größte Geschenk, das ich von jemanden empfangen kann, ist, gesehen, gehört, verstanden und berührt zu werden. Das größte Geschenk, das ich geben kann, ist, den anderen zu sehen, zu hören, zu verstehen und zu berühren. Wenn dies geschieht, entsteht Kontakt.“
Virginia Satir

portrait mastalerz

Anna Mastalerz

Tel.: 05162 - 9856871
www.achtsam-beruehrt-sein.de
kontakt@achtsam-beruehrt-sein.de
Fotos: A. Mastalerz

 


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