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Yin und Yang des vegetativen Nervensystems

Von Wilfried Jordan

jordan yinyang
Das vegetative Nervensystem wird auch autonomes Nervensystem genannt, es unterliegt nicht der Kontrolle des Gehirns und verhält sich autonom. Das bedeutet, dass es weitgehend ohne unseren Willen aktiv ist und wir nicht nach Belieben unsere Verdauung stoppen oder unsere Blutgefäße weiten können. Dadurch kann das vegetative Nervensystem sogar bei Bewusstlosigkeit noch seine Aufgaben erfüllen. Es steuert lebenswichtige Funktionen (Vitalfunktionen), wie Atmung, Verdauung, Wasserhaushalt und Stoffwechsel. Dafür arbeitet es eng mit unserem Hormonsystem zusammen. Auch einzelne Organe oder Organsysteme wie die Sexualorgane oder die inneren Augenmuskeln werden vom vegetativen Nervensystem beeinflusst.

Das vegetative Nervensystem ist also ständig aktiv und sorgt dafür, dass wir uns sehr schnell an sich ändernde äußere Bedingungen anpassen können. Wird uns etwa warm, dann wird die Durchblutung der Haut gesteigert und die Schweißdrüsen angeregt, damit wir durch die dadurch entstehende Verdunstungskälte abkühlen können. Gefühle wie Angst, Wut oder Trauer kommen direkt im vegetativen Nervensystem an und lösen dort Reaktionen aus. Wir können das vegetative Nervensystem indirekt beeinflussen, indem wir gezielt unseren Atemrhythmus verändern, Anspannung in Bewegung umsetzen (ausgleichender Sport) oder ein Entspannungsverfahren, wie das autogene Training oder die progressive Muskelentspannung, einsetzen.

Wie gliedert sich das vegetative Nervensystem weiter auf?
Damit diese gewaltigen Aufgaben zuverlässig erledigt werden können, teilt sich das vegetative Nervensystem in drei Stränge auf:
• das sympathische Nervensystem (Sympathikus)
• das parasympathische Nervensystem (Parasympathikus)
• das enterische Nervensystem (intramurale / in einer Organwand gelegene)

Das enterische Nervensystem ist für die autonome Regulation der elementaren Magen-Darmfunktionen verantwortlich. Es ist strukturell wie funktionell dem Gehirn ähnlich und erbringt vergleichbar komplexe Leistungen und wird häufig auch als Bauchgehirn bezeichnet. Es hat eine Ausnahmestellung, da es in der Lage ist seine Funktionen auch ohne zentralnervösen Einfluss aufrecht zu erhalten. Deswegen kann und wird es zunehmend als eigenständiges System gesehen und wird hier nicht weiter betrachtet.
Yin und Yang im vegetativen Nervensystem, das sind Sympathikus und Parasympathikus
Das sympathische Nervensystem (Sympathikus) und das parasympathische Nervensystem (Parasympathikus) verhalten sich wie Yin und Yang. Sie stehen selbstständig nebeneinander, sind aber doch symbiotisch. Beide sind immer da, aber in der Regel kann nur eines} zurzeit den Hut aufhaben. Der Sympathikus versetzt den Körper in einen Zustand höherer Aufmerksamkeit und Fluchtbereitschaft. In einer gefährlichen Situation versetzt er uns in Alarmbereitschaft: Das Herz schlägt schneller, die Pupillen weiten sich und der Blutdruck steigt.
Erst wenn deutliche Entspannung und Ruhe eingetreten ist, bringt uns der Parasympathikus in einen tiefen Ruhezustand; die Herzfrequenz sinkt und die Lungen benötigen weniger Sauerstoff. Wir können in die Regeneration gehen.
Für die Regulation zwischen Sympathikus und Parasympathikus ist es zwingend notwendig, dass der Sympathikus aus seinem „Stressverhalten“ wieder auf ein normales Niveau runterfahren kann, wenn kein Stress mehr vorliegt. Dafür benötigt er einen kleinen Teil parasympathisches Verhalten in sich selbst. Hat er das normale Niveau erreicht, kann der Parasympathikus die Führung übernehmen und seine Regeneration hochfahren. Dafür benötigt er wiederum einen kleinen Teil sympathisches Verhalten in sich selbst. Wie im Yin und Yang.
Wenn Sympathikus und Parasympathikus wie Yin und Yang in Einklang sind, sorgt im Schlaf der Parasympathikus für unsere Regeneration und wir erwachen erholt und sind bereit für den neuen Tag. Der Sympathikus ist bereit, schnell auf die Anforderungen des Tages zu reagieren. So soll es sein. Yin und Yang regulieren sich.

Kann die Regulation zwischen Sympathikus und Parasympathikus auch gestört sein?
Ja, dieser Einklang kann auch gestört sein. Die Ursachen oder Blockaden können von außen kommen oder sich in uns auf körperlicher, geistiger oder seelischer Ebene manifestiert haben. Die Folge ist meist, dass der Parasympathikus nicht genug Raum für seine Aufgaben der Regeneration bekommt.
Wird die Störung des Einklangs von Yin und Yang nicht erkannt (blockierte Regulation), gleiten wir langsam in eine körperliche, geistige oder seelische Abwärtsspirale, die in einer Überlastungssituation mündet. Dafür typische Anzeichen sind Kopfschmerzen, Migräne, Schlafstörungen, Verspannungen, Depressionen oder Bauchschmerzen.
Wie können wir herausfinden, ob unsere Regulation blockiert ist und was die Ursache dafür ist? Dafür bietet sich die Psycho-Kinesiologie an. Das ist ein Biofeedbackverfahren, welches mit dem Muskeltest arbeitet und keine Steckdose oder Gerät benötigt. Die Psycho-Kinesiologie ist eine Spezialisierung der Kinesiologie mit der auch seelisch-emotionale Blockaden getestet werden können. Es wird systematisch vom Groben ins Feine über den Muskeltest getestet. Wird mehr als eine Störquelle gefunden, wird die Störquelle mit der höchsten Priorität ermittelt. Damit ergibt sich ein Fahrplan, welche Störquellen vorliegen und was zu tun ist, um die Regulation von Yin und Yang wiederherzustellen.

Wie können wir eine blockierte Regulation wieder öffnen?
Vereinfacht kann gesagt werden, dass permanente negative Einflüsse von außen zu vermeiden sind. Zum Beispiel sind Schimmelpilze zu entfernen oder die Wohnung muss gewechselt werden, biophysikalische Störfelder wie W-LAN oder DECT sind im Besonderen nachts zu vermeiden, allergieauslösende Stoffe sind zu meiden oder die Allergie zu desensibilisieren. Das gilt auch für permanenten Stress im Arbeitsleben.
Blockaden, die sich in uns manifestiert haben, haben sehr häufig seelisch-emotionale Themen, die Körperlichkeiten nach sich ziehen. Diese Körperlichkeiten sind aufzulösen, zum Beispiel sind gestörte Narben zu entstören, Toxinbelastungen auszuleiteten und Mangelzustände auszugleichen. Dabei kann uns die Kinesiologie helfen.

Ist die Arbeit getan, wenn die Regulation wieder geöffnet ist?
Nein, nach der Pflicht kommt die Kür. Nachdem die Regulation wieder geöffnet ist, sind die seelisch-emotionalen Themen bereit, bearbeitet zu werden. Dafür ist jetzt die Grundlage geschaffen. Denn sie waren und sind noch das auslösende Moment, die Wurzeln, aus denen sich die Blockaden gebildet haben. So individuell wie wir Menschen sind, so individuell ist dass, was sich aus diesen Wurzeln an Blockaden entwickeln kann.
Mit Hilfe der Psycho-Kinesiologie können jetzt die seelisch-emotionalen Themen in der Reihe ihrer Priorität abgearbeitet und gelöst werden.
Hier beginnt unser Weg uns selbst zu finden und frei zu sein. Frei nach dem Motto „Erfahre, was du dir selbst zu sagen hast“.

Ich sein – Glücklich sein

portrait jordan

Wilfried Jordan

Psychologische Beratung,
Psycho-Kinesiologe
www.Wilfried-Jordan.de
info@Wilfried-Jordan.de

Siehe auch Artikel im Nordstern vom Mai/Juni 2014 oder unter www.Wilfried-Jordan.de

Bild & Portrait: W. Jordan

 


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