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Sind wir alle Lemminge,
die unwiderstehlich ins Verderben rennen?

Von Hadeswinth Schröer

portrait schroeer
Was ist eigentlich los mit der Welt, in der wir leben? In welcher Art der inneren Zerstörung, der Entwurzelung, befinden wir uns bereits, ohne dass wir es genau mitbekommen? Wo durch Facebook & Co das Private so öffentlich gemacht wird, dass es keine Intimzone oder Schamgrenze mehr gibt; manch einer den fürchterlichsten Niedermach-Kampagnen ausgesetzt ist. Gibt es irgendwo noch existierende Werte?
Sind wir denn alle Lemminge, die sich ohne ersichtlichen Grund kopfüber allesamt in den Abgrund stürzen?

Wenn wir uns in unserer sich rasant verändernden Umwelt umschauen, müssen wir feststellen, dass zersetzende Tendenzen sich heftig verbreiten. Auf der einen Seite wird immer mehr und immer öffentlicher kommuniziert, auf der anderen Seite ersterben persönliche Gespräche, direkte Auseinandersetzung, liebevolle Zuwendung, menschliche Nähe. Man sieht sich nicht mehr in die Augen, sondern verschickt irgendwie verrückte Selfies.
Durch die Flut an technischen, digitalen Geräten werden wir immer abhängiger gemacht, offenbar, ohne es selber zu merken.
Da ist zum einen die finanzielle Seite: ständig gibt es neue, teurere Versionen von Handys,  Tablets und anderen technischen Spielereien, von denen uns klar gemacht wird, dass wir ohne sie gar nicht mehr existieren könnten. Selbst zum Lesen benötigt der moderne Mensch jetzt das neueste digitale Lesegerät.
Und sogar beim guten alten PC bzw. jetzt Laptop oder Notebook, erscheinen ständig neue Versionen, Programme, Systeme, die nicht unbedingt wirklich user-freundlicher sind. Häufig sorgen sie zunächst einmal für kräftige Verwirrung oder bringen ganze Notebooks zum Erliegen, zumal das Internet dann auch noch öfter gar nicht erreichbar ist.
So segensreich und wertvoll als schnelle Direktverbindung Notebook und Handy sind, so gefährlich sind sie als Suchtpotentiale. Besonders Jugendliche, die von klein auf mit dieser Technik vertraut sind, haben mittlerweile große Probleme damit.
Ein Professor Markowitz hat bereits eine Hilfs-App entwickelt, damit die Betroffenen zumindest partiell von dieser Sucht lassen können. Manche hängen täglich(!) bis zu sieben Stunden an den Dingern und haben für nichts anderes mehr Interesse oder Aufmerksamkeit. In solchen Familien brodelt der Kampf um wenigstens ein wenig Gemeinschaft.
Da sehe ich zunehmend junge Mütter, den Kinderwagen vor sich herschiebend, den Hund an der Leine nebenbei (eigentlich genug Arbeit auf einmal, die Aufmerksamkeit erfordert), eventuell sogar noch ein zweites Kind daneben, und was machen sie? Das Handy in der Hand, tippend, sprechend, wischend und auf nichts anderes achtend, als was da aus dem Ding herauskommt. Die Zahl der Verletzungen hat durch derartiges Verhalten so massiv zugenommen, dass es in manchen Ländern bereits gepolsterte Laternen geben soll (weil die Leute dagegen rennen)!
Viele junge Menschen können weder richtig lesen noch sprechen. Manche, sollen sie sich ausdrücken, stottern nur noch, weil ihnen die Worte fehlen. Es gibt doch schließlich Bilder, die man verschicken kann.
Und dann die Fotografiererei! Selbst der Nudelteller muss abgelichtet und ins Netz gestellt werden – einerseits eine maßlose Selbstüberschätzung (wen in der Welt interessieren meine Nudeln?), andererseits nimmt das fehlende Selbstbewusstsein rapide zu. Man hat ja gar keine Zeit mehr, sich mit sich selber zu beschäftigen, geschweige denn, auseinanderzusetzen, in die Stille zu gehen, sich zu besinnen.
Auch wenn man sich amüsieren will, geschieht das in Massenveranstaltungen, wo der Einzelne vollkommen untergeht. Die Macher, hochstilisierte DJs, die irgendwelche CDs beackern, verdienen Unsummen damit, weil tausende Jugendliche darauf abfahren und für kurze Zeit ihrem Alltag entfliehen, dazu noch meistens stark alkoholisiert.
Ich empfinde das als eine verheerende Entwurzelung auf allen Sektoren. Selbst in der Natur muss Beschallung her (Knopf im Ohr), auch im Wald ist das Handy in der Hosentasche, der Hund trottet brav nebenher. Die Verbindung zur Natur geht verloren, zu den Mitmenschen (diese Waldtraber nehmen ja nichts und niemand wahr). Das echte Leben findet nicht mehr statt, sondern wird erst existent, wenn es digitalisiert ist.
Ein Baum ohne Wurzeln kann nicht gedeihen. Ein Mensch ohne Bodenhaftung ebenfalls nicht. Diese „moderne“ Lebensweise, die keinerlei Bezug mehr zu unserer Herkunft, unserer Geschichte, unserer Entwicklung hat, lässt auch uns in der Luft hängen, ohne Wurzeln, abgeschnitten von der Erde.
Meines Erachtens ist das kein Zufall, sondern hinter all dem steckt eine dunkle Macht, die uns geschickt und fast unbemerkt seit Jahren schon manipuliert.
Waren es erst die Modelabels, die Zwietracht in die Familien brachten, weil die Kinder bestimmte Sportsachen tragen „mussten“ (die für viele viel zu teuer waren), so folgten regelmäßige „Epidemien“, die uns bedrohten bzw. der Pharmazie fette Verdienste bescherten (man denke nur an die propagierte „Schweinegrippe“!). Nächste Stufe: Handy und Co.

In diesem Sinne: Retten wir (trotz Handy) unser Privatleben. Schützen wir unsere Intimsphäre. Lassen wir uns nicht von übermächtigen Machern von unserem wahren Weg auf dieser Erde abhalten.

Und schauen wir uns gegenseitig beim persönlichen Gespräch wieder und weiterhin liebevoll in die Augen!

Hadeswintha Schröer
arbeitet seit 1972 spirituell. Seit 1994 Channel für aufgestiegene Meister, Medium für Engel der Ratsuchenden, die im „Engelgespräch“ Antworten auf Lebensfragen erhalten. 1997 Gründung des „Zentrums für neues Bewusst-Sein: Krystall-Pyramide“. Seit 1995 Erdheilung mit Gruppe, Vorträge. Ab 1998 Seminare, Bücher, Reisen nach Ägypten u. Malta.
www.erdheilung.eu
Foto: H. Schröer