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Rohkost

Ein wundervoller Weg zur Selbstheilung und Lebensfreude
Von Corinna Glanert

portrait glanert
„Du bist, was du isst“. So ausgelutscht dieses Sprichwort auch zu sein scheint, ist es doch in den letzten Jahren hochaktuell geworden. Denn nach den zahlreichen und immer mehr publik werdenden Lebensmittelskandalen, steigt das Interesse an alternativen und gesunden Ernährungsformen, wie etwa veganer Ernährung, rapide an.

So wird auch die Rohkosternährung immer bekannter und viele Rohköstler sind dabei, den Markt der alternativen Ernährung zu erobern: Wunderbare Rohkost-Gourmet-Restaurants werden eröffnet, und es gibt eigene Rohkostmessen. Endlich wird eine Randerscheinung bzw. ein Szenetrend massentauglich.
Das wird auch Zeit, denn die Rohkosternährung hat einfach enorme Heilwirkungen und kann sehr starke Regenerationsprozesse in uns auslösen.
Rohkost ist auf dieser Erde die ursprünglichste Nahrung von uns Menschen und allen Tieren
Rohkost ist die Nahrung, an die der Mensch seit Jahrmillionen angepasst ist. Feuer ist im Verhältnis zur Menschengeschichte erst sehr kurze Zeit verfügbar, was bedeutet, dass die menschliche Genetik nicht an die gekochte Nahrung und die veränderten Moleküle angepasst ist. Dies führt zu vielen krankhaften Veränderungen im Körper.
Nachgewiesen wurde dies unter anderem von Dr. Francis M. Pottenger. Er hat über viele Jahre in Experimenten an mehr als 900 Katzen die Auswirkungen des Kochens untersucht. Die eine Hälfte der Katzen bekam rohes, die andere Hälfte gekochtes Fleisch. Die „Kochkost-Katzen“ litten an einer Vielzahl von Krankheiten, die auch wir Menschen gut kennen, z.B. Osteomyelitis, Entzündungen der Nieren und Eierstöcke, Arthritis und vielen anderen chronisch degenerativen Erkrankungen. Die “Rohkost-Katzen” blieben gesund und fit. Wurden sie doch einmal krank, erholten sie sich sehr viel schneller als die „Kochkost-Katzen“.
Gekochte Nahrung ist eben nicht mehr lebendig. Durch das Kochen und Erhitzen auf über 42 Grad werden Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe weitestgehend zerstört. Das Nahrungsmittel ist quasi tot.
Versuche mal, einen gekochten Apfelkern oder eine gekochte Erbse einzupflanzen. Jedes Kind weiß, dass kein Pflänzchen entstehen wird. Eigentlich logisch, dass dieses „tote“ Essen nicht die allerbeste Wahl für uns sein kann, nicht wahr?
Die gute Nachricht an all dem ist: Sobald wir unseren Rohkostanteil erhöhen, steigern wir sofort unsere Selbstheilungskräfte. Es ist einfach wunderbar, wie leicht sich unser Körper selbst regenerieren kann, wenn wir einfach ganz bewusst mit unserer Nahrung umgehen.

Lebendige Nahrung –
am besten bio und wild
Echte Rohkost ist also eine absolut lebendige Nahrung. Die vegane Rohkost setzt sich vor allem aus frischen Früchten und Gemüsen, Samen und Kräutern zusammen – und wird immer roh gegessen. Alle Produkte werden bis maximal 42 Grad Celsius erhitzt, da höhere Temperaturen eine Vielzahl wertvoller Inhaltsstoffe zerstören.
Wichtig ist dabei, unbedingt alle Lebensmittel in guter Bio-Qualität zu verwenden. Es reicht nicht aus, auf Gemüse und Obst aus dem Supermarkt zurückzugreifen, da bei diesen Produkten die Belastung durch Pestizide und andere Chemikalien zu groß ist. Selbst (relativ) frische Nahrungsmittel aus der Region können extrem mit Giften belastet sein und auch die Belastung mit Pestiziden durch Pflanzenschutzmittel ist sehr häufig. Daher ist es so überaus wichtig, immer auf eine sehr gute Bio-Qualität zu achten. Bio- und Wildfrüchte sind nicht nur unbelasteter, sondern schmecken auch intensiver und die Nährstoffe sind alle sehr viel gehaltvoller.
Die überaus natürliche Form der Rohkosternährung schafft extrem gute Voraussetzungen, um die eigenen Selbstheilungskräfte anzuregen und den Körper zu regenerieren. Die Beschwingtheit, Energie und Vitalität, die eine ausgeglichene Rohkosternährung mit sich bringt, haben schon viele überrascht. Langjährige Rohköstler kennen das Gefühl von nahezu grenzenloser Lebensenergie – man ist einfach fast immer „gut drauf“.

Zivilisationskrankheiten sind kein Schicksal, sondern recht leicht positiv zu beeinflussen
 Menschen, die keine Erfahrung mit Rohkost haben, können sich diesen „Seins-Zustand“ meist nur schwer vorstellen. Sehr viele Menschen haben in ihrem Leben nämlich das absolut gegenteilige Lebensgefühl. Schlappheit, Lustlosigkeit, erhöhte Infekt- und Krankheitsanfälligkeit sowie das Auftreten sogenannter Zivilisationskrankheiten wie Allergien, Diabetes, Bluthochdruck, Rheuma oder Arthrose sind leider eher die Realität für viele, die den Zusammenhang mit ihrer Ernährung entweder noch nicht kennen oder bisher erfolgreich ignorieren.
Nach jahrelangen Ernährungsberatungen ist meine tiefe Überzeugung und Erkenntnis, dass die Ernährung einen viel größeren Einfluss auf die Gesundheit hat, als die meisten Menschen erahnen.
Was viele nicht wissen: Selbst die Universität Heidelberg geht davon aus, dass ganze 80 % aller Krebserkrankungen ernährungsbedingt entstehen. Ich bin sicher, dass es noch einige Prozent mehr sind, denn tagtäglich vergiften sich die meisten Menschen mit Lebensmitteln, die eher für die Mülltonne, als für unseren Körper gedacht sind. Zum Beispiel Chips oder Fertiggerichte – sie strotzen nur so vor Zusatz- und Konservierungsstoffen, die sehr krankmachend auf das Immunsystem wirken können.
Nun, für mich ist es kein Wunder, dass sich so viele Menschen einfach nicht richtig fit fühlen. Wie denn auch? Selbst, wenn wir Gifte sowie einige bedenkliche E-Stoffe weglassen, stellt das gekochte Essen nachweislich eine Belastung für den Körper dar.

Die Rohkostmahlzeiten
Viele Rohköstler achten auf den natürlichen Rhythmus des Körpers. Schimpansen stehen den Menschen genetisch sehr nah. Eine aufwendige Genanalyse zeigte, dass bis zu 99 % des Erbguts identisch sind. Werden Schimpansen nicht artgerecht gehalten, sondern mit gekochter und verarbeiteter Kost ernährt, bekommen sie die gleichen Zivilisationskrankheiten wie wir. Gibt man ihnen wieder nur rohe Nahrung, regenerieren sich die Tiere relativ schnell. So ist es auch beim Menschen.
Folgendes können wir von der natürlichen Ernährung der Schimpansen lernen:
Sie essen vormittags zunächst nur Kräuter. Erst nach vielen Stunden nehmen sie ihre erste Mahlzeit zu sich. Auch das englische Wort „break-fast“ weist darauf hin, dass wir mit dem Frühstück das nächtliche Fasten brechen. Wie nach jedem Fasten sollte man daher morgens nicht üppig frühstücken, sondern zunächst wenig essen. Diese Tatsache erklärt, warum wir Menschen uns so schnell so viel besser fühlen wenn wir etwa grüne Smoothies zu uns nehmen, besonders wenn dies Smoothies mit Wildkräutern sind.
 Mein allgemeiner Tipp für die Rohkosternährung ist, nicht zu viele verschiedene Lebensmittel in einer Mahlzeit zu mischen, sondern maximal vier verschiedene Zutaten auf einmal zu verwenden. Gerade für Menschen mit einer empfindlichen Verdauung hat sich dieser Tipp als sehr nützlich erwiesen. Zwischen den Mahlzeiten braucht der Körper etwa drei Stunden Zeit zum Verdauen. In dieser Zeit sollte man, wenn möglich, nichts essen. Wer zusätzlich komplexere Rohkostprodukte wie Rohkostbrot, -käse oder -schokolade genießen möchte, sollte besonders auf diese Pausen achten. Viele Blähungen und Unverträglichkeiten entstehen, wenn zu viel durcheinander gegessen wird und die Verdauungsphasen zu kurz sind.

Zeichen der Entgiftung
Wenn der Körper auf Rohkost mit Beschwerden reagiert, muss dies nicht bedeuten, dass etwas falsch läuft. Meist handelt es sich dabei einfach um Entgiftungssymptome. Der Körper reinigt sich bei Rohkost etwa so stark, wie bei einem dauerhaften Fasten.
Symptome bei der Entgiftung können kalte Hände und Füße, Müdigkeit, verringerte Leistungsfähigkeit, Zungenbelag oder Hautreaktionen sein. Um diese Beschwerden zu lindern, empfehle ich vor allem, sich mehr Ruhe zu gönnen und in der Umstellungsphase alles etwas langsamer anzugehen. Man muss dem Körper einfach die Zeit geben, die er braucht. Weiterhin helfen alle Maßnahmen, die die Entgiftung unterstützen wie etwa das Einnehmen von Heilerde und das Trinken von frisch gepressten Säften oder grünen Smoothies.
Manche Menschen haben das Gefühl, dass sie Rohkost nicht gut verdauen können. Leider hält sich auch oft das hartnäckige Gerücht, dass nicht jeder Rohkost vertragen kann. Diesem Gerücht kann ich nach 15 Jahren Rohkosterfahrung bei mir und anderen sehr deutlich widersprechen.
Wenn jemand sehr stark auf Rohkost reagiert, dann liegt es in der Regel einfach daran, dass im Körper zu viele Vergiftungsherde sind, vor allem im Darm. Hier empfehle ich eine gute Darmreinigung. Sobald der Darm von den Giften befreit ist, verträgt man Rohkost sofort sehr viel besser. Lebensfreude, Kraft und eine wunderbare Lebensqualität stellen sich ein, sobald sich die Entgiftungserscheinungen verabschieden.

Bedeutet Rohkost nun, dass man nur noch an einer Möhre knabbern darf?
Viele Menschen denken, dass Rohkost gleichzeitig Verzicht bedeutet. Sehr weit gefehlt! Rohkost ist sooo viel mehr – Smoothies, Puddings, Suppen, Brote, Torten, Kuchen, Kekse – all das und noch viel mehr ist in der veganen Rohkostzubereitung möglich! Man muss nur wissen wie!

Ein guter Tipp: Viele kostenfreie Impulse und fantastische Rohkostrezepte findet man mittlerweile im Internet.

Ich wünsche viel Freude beim Entdecken!

Fotos: Corinna Glanert

Informationen zur Autorin:
Mein Name ist Bharati Corinna Glanert und ich lebe seit dem Jahre 2001 genüsslich rohköstlich. Über viele Jahre hinweg habe ich reichhaltig Erfahrung mit Rohkost gesammelt, vor allem zum Thema Entgiftung habe ich intensiv geforscht und viele Menschen persönlich begleitet. Persönlich fasziniert mich immer wieder wie viel positive Auswirkungen eine gesunde Ernährung nicht nur auf den Körper, sondern besonders auf die Psyche und auf die spirituelle Ebene hat. Seit vielen Jahren gebe ich Ernährungsberatungen und mein Wissen in Seminaren und sogar auf Rohkostreisen weiter. Meine Webseiten: www.rohkost-ernaehrung.de & www.dailyraw.de