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Geheimnis der Lebensenergie

Von Ruediger Dahlke

dahlke
Das Entspannende an den neuen Erkenntnissen der Ernährungsforschung, die mich zu „Peace-Food“ geführt und die vegane Welle mit in Gang gebracht haben, und jetzt zum „Geheimnis der Lebensenergie“ inspirierten, ist, dass sie das Leben derjenigen, die sie ignorieren, kein bisschen verschlechtern. Es sind Angebote, man kann sie annehmen oder sein lassen. Keiner muss müssen, jeder darf dürfen.

Erstere haben keinen Nachteil, für letztere aber kann sich vieles enorm verbessern, gerade weil für sie gilt: Weniger ist mehr.
Tierprotein wegzulassen führt zu den in „Peace-Food“ beschriebenen wundervollen Konsequenzen im Hinblick auf Vorbeugung und Behandlung der großen Zivilisationsdrohungen von Herz-Kreislauf-Probleme über Krebs bis zu Allergien, Diabetes II und ungezählten anderen. Es hat die wundervollen Nebenwirkungen in humanitärer Hinsicht bezüglich des Welthungerproblems, im ökologischen und (tier)freundlichen Bereich.
Nun zeigen immer mehr Studien, und auch meine persönlichen Erfahrungen, dass uns auch Weizen beziehungsweise Gluten nicht so gut bekommt wie gedacht. Seit Jahren überwintere ich in Asien, weil es mir dort noch so viel besser geht, meine Meditationen tiefer sind und mein Hirn leistungsfähiger und mein Denken klarer ist. Die Lösung habe ich erst spät gefunden, mein Essen ist dort glutenfrei. Seit ich das weiß und auch in Europa beachte, geht es mir auch hier besser. Und den vielen, denen ich ebenfalls dazu riet, ergeht es ähnlich, sie haben Kopfschmerzen und Schlafstörungen verloren und erleben stattdessen Vorteile, wie noch leichteres Abnehmen Richtung Idealgewicht und geistigere Klarheit.

rote beete salat
Zucchinirosen mit Roter Bete und Tofucreme

Und die Lösung ist nicht – wie von den US-Autoren Perlmutter und Davis gefordert – die Rückkehr zu Tierprotein, sondern es gibt einen dritten Weg, den ich als Arzt dringend empfehlen muss und im „Geheimnis der Lebensenergie“ darstelle und wissenschaftlich belege.
Die intensive Arbeit an diesen Themen hat mir eine Reihe weiterer Schlüsselerlebnisse beschert, etwa wie wir Krebs wirksam über Ernährungsmedizin behandeln und Demenz und Alzheimer lindern können. Und wir können schon lange vorher die Weichen auf Gesundheit stellen mit einer Ernährung für Herz und Hirn und dazu gibt es heute bessere Chancen als je zuvor.
Natürlich werden wir – bei aller Begeisterung über diese Entdeckungen – trotzdem nicht über den Darm heil(ig), und brauchen zusätzlich zur Ernährung auch die Seele. Genau das meint Psychosomatik: So bin ich froh, mir kürzlich auch die Arbeit einer vollständigen Überarbeitung von „Krankheit als Symbol“ gemacht zu haben. Aber sich darauf zu beschränken wäre genauso einseitig wie die Medizin auf Ernährung zu reduzieren. Die Kombination von Seele und Körper ermöglicht so viel mehr – darauf zielt Psycho-somatik und in dieser Reihenfolge: die Seele vor dem Körper. Beides zusammen, das Ganze, ist mehr als die Summe seiner Teile. Daraus ergeben sich wundervolle Synergien.
Die Kombination von „Krankheit als Symbol“ und „Peace-Food“ vergrößert die Chance in wundervoller Weise. Gönnen wir uns diese Synergien! Die Bedeutung von Synergien wird heute überall und sogar von der Wissenschaft entdeckt. Wer sein Gewichtsproblem bessern will, hat mit Bewegung allein – statistisch gesehen – kaum Erfolg, mit Ernährungsprogrammen aber respektablen. Wer aber beides verbindet, erhöht seine Erfolgsaussichten nochmals deutlich und erreicht so viel bessere Ergebnisse als mit Ernährung allein. Bringt er noch die Seele ins Spiel im Sinne des „Mein Idealgewicht“ Programms, gewinnt er vollends, wie viele erleichternde Erfahrungen zeigen.

Hier nun ein verkürzter Ausschnitt aus
„Geheimnis der Lebensenergie“.

Symbolische Sicht moderner Ernährungsprobleme
Wir haben ein großes Gesundheitsproblem mit Tierprotein, also Fleisch, Fisch und vor allem Milch(produkten) wie in „Peace-Food“ ausführlich dargestellt. Beides beschaffen wir durch dem Aggressionsprinzip unterstehende und damit letztlich kämpferische und eigentlich sogar kriegerische Methoden.

auflauf
Hirsegratin mit Karotten und Hanfsamen

Was die Ernährung angeht, blieben wir über lange Zeiten auf dem Niveau der Wikinger, die von Überfällen und Raubzügen lebten. Genaugenommen waren Fleisch und Fisch lange Zeit Kriegs- und Raubgut, der Natur durch heimtückische Überfälle, die wir Jagd nannten, entrissen. Diesbezüglich stoßen wir auf ein archetypisch sehr männliches Erbe der Evolution. Richtig gefährlich wurde es aber erst, als wir uns kollektiv dem „Raubtier-Kapitalismus“ unterwarfen und ihm erlaubten, statt der Jagd Tötungsmaschinerien zu entwickeln mit Massen-Tier-Zucht-Häusern und entsprechenden Groß-Schlachthöfen. Das ist die Geschichte der letzten 50 Jahre. Sie begann uns bewusst zu werden in Büchern wie Foers „Tiere essen“, oder Duves „Anständig essen“ usw.
Und sie findet ihre Parallele in der ebenso archetypisch männlichen Industrialisierung der bäuerlichen Landwirtschaft in Massenproduktion.
Vor allem aber entwickelten wir grausame Tötungsmaschinerien, mit denen unsere (alten) Seelen nicht mehr fertig werden, gegen die sie sich auflehnen müssen in einer Flut von Krankheitsbildern von Herzattacken bis zu Unverträglichkeiten. Seeleninfarkte zeigen Entsprechendes auf Ebene der Psyche. In Depressionen, Burn- und Boreouts offenbaren moderne Seelen wie sehr sie am Ende sind und nicht mehr können und nicht mehr mitspielen.
Die Bücher des Neurologen Perlmutter und des Kardiologen Davis dokumentieren medizinisches Elend, das wir uns durch Massenproduktion von Getreide und insbesondere Weizen antun. Die Weizen-Unverträglichkeit ist ebenfalls Ausdruck und Symbol unserer sich gegen den männlichen Pol mit seiner Geschwindigkeit, seinem Druck und seiner Oberflächlichkeit wehrenden inneren Natur. Der moderne Weizen ist wie die Massen-Tier-Zuchthäuser zum Symbol für die männliche Kriegserklärung gegen Mutter (Natur) und den Verrat an den Ahnen, den Vätern vor allem und erlöster Männlichkeit geworden. Die Konsequenzen der Massenproduktion an Weizen sind an ungezählten neurodegenerativen, aber auch an Stoffwechsel- und Hauterkrankungen abzulesen.
Bis heute stehen in den letzten ursprünglichen Bauernhöfen Männer für Jagd, Fischfang und Ackerbau, während den Frauen Gemüsegärten und Haustiere bleiben.  Und auch der weibliche Pol wurde – aus Sicht unserer (alten) Seele verraten. Die Milchgroß(produktion) ist nur noch eine Karikatur des alten Stalles, wo die Wärme der Tiere im Winter noch die Menschen mit wärmte. Der alte Hühnerhof ist in Legebatterien und Massenvernichtungsanlagen für männliche Kücken zur Farce geworden und entspricht einer direkten Verhöhnung der Natur.  Wie Fleisch und Fisch letztlich Kriegsgut, sind Milch und Eier Diebesgut, das wir den Wesen der Natur entreißen. Beides beleidigt das Wesen mitfühlender Menschen zunehmend. Die entsprechenden Krankheitsbilder werden so auch zur Aufforderung, uns wieder mit dem Weg von Mutter Natur, aber auch mit dem Weg der Mütter und Väter zu versöhnen.
Die Milch- und Weizen-Unverträglichkeit betrifft heute nicht mehr Millionen, sondern tatsächlich Milliarden Menschen und vielen, die das lesen, mag schwanen, wie sehr sie längst dazugehören. Zöliakie- und Laktoseunverträglichkeitspatienten sind nur die Spitze eines Eisbergs.

Moderne Wissenschaft als Entscheidungshilfe
Die Entscheidung zwischen Low-Carb mit Tierprotein (Perlmutter, Davis) und High-Carb ohne Tierprotein (Campbell, Esselstyn) ist gar nicht gefordert, sondern es gibt als dritten Weg „Peace-Food“ ohne Gluten.
Dafür spricht auch die wissenschaftliche Forschungslage: Eine Studie der Harvard-Universität an über 85 000 Frauen (Nurses Health Study) und über 44 000 Männern (Health Professional Follow-up Study) untersucht und kommt nach 26 Beobachtungsjahren bei den Frauen und über 20 Jahren bei Männern zu folgendem Ergebnis:
Wer der Low-Carb-Diät auf Basis tierischer Lebensmittel folgte, hatte eine gegenüber dem US-Durchschnitt um 23 % erhöhte Gesamtsterblichkeit, bei im Einzelnen um 14 % erhöhter Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Probleme und einer um 28 % erhöhte Sterblichkeit an Krebs.
Diejenigen dagegen, die einer Low-Carb-Diät auf dem Boden pflanzlicher Produkte folgten, hatten eine gegenüber US-Durchschnitt um 20 % erniedrigte Gesamtsterblichkeit bei einer um 23 % erniedrigten Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Problemen.
Wenn wir die beiden Low-Carb-Gruppen mit Tierprotein und ohne Tierprotein direkt vergleichen, ist der Unterschied noch viel dramatischer: die Sterblichkeit sinkt durch weglassen von Tierprotein um 43 %. Würden wir noch im Sinne von „Peace-Food“ nicht nur für pflanzlich, sondern auch für vollwertig optieren, wäre das Ergebnis nochmals deutlicher.
Die Anhänger von Low-Carb-Diäten haben – nach dem deutschen Arzt Dr. Jacob eine weitere Chance, ihre Sterblichkeit um dreißig Prozent zu senken, wenn sie gesättigte Fette reduzieren und Pflanzenkost als Hauptquelle von Fett und Protein wählen. (Halton et al. 2006)
Ähnliches brachte eine schwedische Studie an über 43 000 schwedischen Frauen, die 16 Jahre beobachtet wurden, ans Licht.
Pflanzlich-vollwertig im Sinne von „Peace-Food“ ist also einmal mehr die Antwort. Und eine insgesamt niedrige Proteinzufuhr ist dabei günstiger als die heute eingerissene Eiweißmast.
Wer vor allem Herz und Gefäße im Auge hat, sollte auch die Fette niedrig halten. Wem es dagegen mehr um den Schutz von Hirn und Nerven geht, der müsste auf gute Fette im Sinne von nativen Olivenöl und auch auf das aus der Reihe fallende Kokusöl setzen, das als einziges keine Gewichtszunahme begünstigt, weil es die Leber energieaufwendig direkt in Ketonkörper wandelt.
Die vegane Ernährung von „Peace-Food“ mit dem gluten-freien Ansatz bietet einen kostbaren Kompromiss, der nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität des Lebens verbessert.
Zu diesem dritten Weg bietet „Geheimnis der Lebensenergie“ auch gleich eine Menge Rezepte. Letztlich geht es aber darin nicht nur um Lebensenergie, sondern auch um Lebenswärme, um die Wiederentdeckung alter Superfoods wie Löwenzahn und Brennnessel, und den Weg zurück zu sich Selbst.

Foto Dahlke: Ch. Houdek
Fotos der Gerichte sind aus dem Buch: Geheimnis der Lebensenergie

Mehr Informationen: www.dahlke.at

Buchtipp:
Ruediger Dahlke
Das Geheimnis der Lebensenergie – Energie in unserer Nahrung
Goldmann Arkana, April 2015
ISBN-13: 978-3442341719

Weitere Literatur von Ruediger Dahlke zum Thema:
„Peace-Food“
„Peace-Food – vegano-italiano“
„Vegan für Einsteiger“
„Vegan Schlank“ (alle GU)
„Krankheit als Symbol“ (Bertelsmann)
„Mein Idealgewicht“ (Buch und 3 CDs)
(www.heilkundeinstitut.at)


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