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Magisches Indien

Faszination und spirituelle Erfahrungen
Von Bharati Corinna Glanert

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Indien gehört zu den faszinierendsten Nationen unseres Erdballs. Kultur und Religion haben den multi-ethnischen Staat über viele Jahrhunderte hinweg geprägt.

Indien ist ein Land voller Geheimnisse. Farbenprächtige Feste und magische Rituale, extrem hingebungsvolle Yogis und Wunder vollbringende Sadhus – was vielen Menschen in Deutschland sehr befremdlich erscheint, ist in Wirklichkeit höchst gelebte Spiritualität. Wer es vermag, tiefer zu blicken, entdeckt in Indien eine lebendige Spiritualität, die den meisten Menschen hierzulande bislang völlig verborgen blieb.
In kaum einem anderen Land ist der Alltag so stark mit dem spirituellen Leben verknüpft wie in Indien. Dort ist es nicht ungewöhnlich, dass ein Geschäftsmann morgens als Erstes die Göttin Lakshmi anruft, die die Energie von Wohlstand und Fülle in sich birgt und diese gerne nach ihrer Anrufung an uns Menschen weiter gibt.
So beginnen viele Menschen in Indien ihr Tagesritual ganz selbstverständlich mit der Anrufung gewisser Gottheiten, um ihr Leben bewusst positiv zu beeinflussen.

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Vielfalt der Energien und Gottheiten
In Indien gibt es sehr viele verschiedene Energien und Formen der Götter. Die meisten Inder sind sich bewusst, dass in Wahrheit alles eins ist, aber dass die verschiedenen Energien sich in unterschiedlichen Formen manifestieren.
Wer zum ersten Mal nach Indien reist, der staunt sicher erst einmal sehr über die Vielzahl an Tempeln und Götterfiguren – große und kleine, prunkvolle und unscheinbare, öffentlich sichtbare und versteckte – überall begegnen sie einem.

Spirituelle Feste in Indien
Spirituelle Feste haben in Indien eine sehr wichtige Bedeutung. Es geht dort nicht um oberflächlichen Konsum oder touristische Attraktionen, wie es doch eher bei uns im Westen der Fall ist.
Bei den wichtigsten indischen Festen wie beispielsweise Shivaratri (die Neumond-Nacht Shivas), Gurupurnima (der Vollmond des Gurus) und Navaratri (die 9 Nächte zur göttlichen Mutter) geht es immer darum, kraftvolle Energien der jeweiligen Kraftorte aufzunehmen und sich spirituell weiter zu entwickeln.
Die Pilger, Sadhus und Yogis treffen sich, um Wissen auszutauschen und gemeinsam spirituelle Energie aufzubauen.
Es gibt sehr besondere Zeiten, in denen sich hoch energetische Tore öffnen, in denen wir außerordentliche, spezielle Energien zu anderen Welten aufnehmen können.
Wenn wir während dieser Zeiten gewisse Mantren rezitieren, Kraftorte oder Tempel besuchen, öffnen sich unsere Chakren und wir können die transformierende Energie sogar physisch spüren.

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Westliche und indische Vorstellungen von Spiritualität
In Deutschland ist wenig wahres Wissen über Yogis und den Hintergrund verbreitet, warum sie feiern und wie sie spirituelle Energie und Wissen untereinander austauschen. Diese Wirklichkeiten passen oft so gar nicht mit dem Weltbild hier in der deutschsprachigen Welt zusammen. Stattdessen kursieren zahlreiche falsche Vorstellungen und Vorurteile. Da wir im Westen meist eine andere Spiritualität leben, ist es auch verständlich, warum manche Menschen es nicht gerade leicht finden, die oft sehr disziplinierten spirituellen Übungen mancher Yogis und Sadhus zu akzeptieren.
Wie sehr anders das westliche Denken rund um die indische Spiritualität meist ist, zeigen Kommentare wie dieser: „Also, ich brauche keine spirituelle Praxis anzuwenden, es ist ja alles in mir.“
Nun, das stimmt. Alles ist in uns. Doch was bringt es, wenn alles in uns ist, diese Energien aber nicht aktiviert sind?
Bei den meisten Menschen sind die Chakren teilweise geschlossen und können so auch keine volle Aktivität und Kraft in uns anregen.
Wir können aber enorme spirituelle Kräfte in uns erwecken und aktivieren. Jeder Mensch hat die Fähigkeit, vollste spirituelle Kräfte in sich zu entfalten. Denn der Körper jedes Menschen ist sein größter Tempel. In jedem Chakra unseres Körpers wohnt eine Gottheit, ein Mantra (kraftvolles Wort) und ein Yantra (kraftvolle Energiestruktur).
Wenn wir unsere Chakren aktivieren, können wir höchste spirituelle Erfahrungen erleben und die Energie für Selbsterkenntnis und Selbstheilung nutzen. Durch das Pilgern und Besuchen von Tempeln und heiligen Orten bringen wir die spirituellen Kräfte dieser Orte zu uns und verbinden unsere Chakren mit kosmischen Kräften.

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Jeder kann seine spirituellen Kräfte erwecken
Ein anderes Wort für eine derartige spirituelle Praxis ist “Sadhana”. Jeder in Indien, der ein spirituelles Ziel verfolgt, praktiziert Sadhana. Diese Ziele können zum Beispiel gewisse spirituelle Kräfte sein, sogenannte Siddhis und Yogas zu entwickeln oder kraftvolle Verbindungen mit höheren Energien aus anderen Welten herzustellen. Zu den Sadhanas gehören zum Beispiel bestimmte Mantren, Strotrams und Bhajans (spirituelle Lieder), Seva (selbstloser Dienst) sowie gewisse, oft eher geheime Kräuterprozesse. Für die Sadhanas pilgern viele Menschen zu speziellen Zeiten zu bestimmten Kraftorten, denn einige dieser energievollen Plätze können enorme Shakti (spirituelle Energien) in uns aktivieren und sie uns übertragen.

Seelenentwicklung und spiritueller Aufstieg
Der menschliche Körper ist ein perfektes Werkzeug, um diese besondere Entwicklung abschließen zu können. Und was viele nicht bewusst wissen: Wir alle haben in unserer spirituellen Entwicklung lange gebraucht, bis wir uns in Menschenform manifestieren konnten. Viele Inkarnationen in allen möglichen stofflichen sowie energetischen Formen haben wir durchlebt, bis hin zu dieser momentanen Inkarnation.
Das Universum ist von 8.400.000 Lebensformen bevölkert. Es gibt 900.000 Formen von Wasserlebewesen, 2.000.000 Pflanzenarten, 1.100.000 Formen von Insekten, 1.000.000 Arten von Vögeln, 3.000.000 weitere Tierarten und 400.000 menschliche Formen. Sie werden geboren aus Eiern, Samen und Gebärmüttern, energetische Wesen auch aus Schweiß und Gedanken. Jedes dieser Wesen hat eine Seele, die sich in Richtung des Lichts entwickeln möchte.
Zu den menschlichen Formen gehören Menschen, Devas (Halbgötter), Daityas (Dämonen), Rakshasas (vergleichbar mit Schwarzmagiern), Yakshas, Caranas, Bhutas, Pretas (Geister), Vidyadharas, Kinneras, Kimburushas, Siddhas, Gandharvas, Apsaras und andere. All diese Lebensformen existieren auf verschiedenen Ebenen und Planeten im Universum – sogenannten Lokas (Kinnera-loka, Siddha-loka, Gandharva-loka etc.). Diese bestehen aus drei Hauptwelten: himmlische Planetensysteme, mittlere Planetensysteme und niedere Planetensysteme.
Die Lebensformen sind verschiedene Ausdrucksweisen der jeweiligen Seele, Werkzeuge zur Erfüllung ihrer materiellen Wünsche. Je nachdem, welche Wünsche ein Lebewesen in der menschlichen Lebensform entwickelt und kultiviert, bekommt es von der materiellen Natur einen entsprechenden Körper zur Verfügung gestellt.
Die menschlichen Lebensformen sind speziell für Selbstverwirklichung und Gotteserkenntnis bestimmt; in den anderen Lebensformen besteht diese Möglichkeit in dieser Form nicht. Deshalb ist es so besonders und eine große Chance für die spirituelle Entwicklung der Seele, in einem menschlichen Körper zu inkarnieren. Das Paradoxe ist: Viele Seelen haben sehr lange auf einen menschlichen Körper gewartet. Dann aber, wenn sie ihn erhalten, vergessen sie, welch besondere Gelegenheit sich hier bietet.
Leider nutzen sehr viele Menschen die Möglichkeiten, die der menschliche Körper uns allen schenkt, nicht. Das ist Karma und auch der Einfluss des Kali-Yugas, des Zeitalters der Ignoranz und Illusion. In den alten vedischen Schriften werden Menschen, die sich über ihr spirituelles Geschenk nicht bewusst sind und häufig sogar dagegen leben, mit Leuten verglichen, die einen riesigen, besonderen Schatz besitzen, diesen allerdings schlichtweg ignorieren. Anders ausgedrückt: Jemand ist Millionär, hat aber vergessen, dass und wo er das Geld versteckt hat, und lebt nun in einem Armenhaus.

Spirituelles Erwachen im Zeitalter der Zerstörung – Kali-Yuga
Das jetzige Zeitalter – das Kali-Yuga ist das Letzte der 4 Yugas, das Zeitalter der Zerstörung. Für die Nennung der Kriterien des Kali Zeitalters greife ich auf die Epik vom Mahabharata zurück. Folgende Punkte werden genannt:

  • Politiker werden von Gier und Korruption geleitet und werden außerordentlich hohe und ungerechte Steuern erheben.
  • Viele geistige und weltliche Führungspersonen werden sich von geistigem Wissen abwenden, ihr Volk nicht mehr beschützen und werden eine Gefahr für die ganze Welt darstellen.
  • Durch Hunger (oder wirtschaftliche Not) werden Völkerwanderungen einsetzen.
  • Viele Menschen werden einander im Zorn begegnen und ihre gegenseitige Feindschaft offen zur Schau stellen.
  • Die meisten traditionellen Lehren werden ignoriert.
  • Morde ohne jegliche Rechtfertigung werden begangen und die Menschen werden stolz darauf sein.
  • Sexuelle Ausschweifungen und Promiskuität werden um sich greifen und als wichtiges Element des Lebens betrachtet, viele Frauen werden ihren Körper für Geld verkaufen.
  • Tugenden werden durch Sünden abgelöst.
  • Menschen werden sich dem Genuss von Alkohol und Drogen hingeben.
  • Weise Menschen und spirituelle Lehrer (Gurus) werden kaum wahre Anerkennung finden.
  • Geld und Macht ist wichtiger als spirituelle und menschliche Werte

Vielleicht fragst du dich jetzt, wieso es dann in diesem negativsten aller Zeitalter möglich ist, am schnellsten Erleuchtung zu erlangen. Das liegt einfach daran, dass sich in diesem Zeitalter kaum jemand für wahre Spiritualität interessiert. Die meisten Menschen haben ihren Gott im Business oder in Geld und Vergnügungen gefunden.
Die Menschen aber, die auch nur ein wenig meditieren und in ihrem Herzen die Wahrheit suchen, können schon in sehr kurzer Zeit spiritueller Praxis höchste spirituelle Erfahrungen und Befreiung erreichen. Das ist das besonders Gute am Kali-Yuga, denn es ist das einzige Zeitalter, in dem es am schnellsten möglich ist, die Seelenkraft zu aktivieren. Daher wirken Pilgerreisen und jede Art von Sadhana (spirituelle Praxis) oft schon nach kurzer Zeit hochgradig transformierend.
Eine ganz kraftvolle und wichtige Sadhana, die jeder praktizieren kann, ist das Ausgleichen und Energetisieren unserer fünf Elemente:
1. Erde (Prithvi)
2. Wasser (Ap)
3. Feuer (Tejas)
4. Luft (Vàyu)
5. Raum/Äther (Akàsa)

Wenn wir die Elemente aktivieren
Ein solches Mantra ist beispielsweise das 5-Elemente-Mantra Om Namah Shivaya. Es gleicht aus, heilt und transformiert auf vielen Ebenen. Dieses Mantra kann unendlich oft wiederholt und auch gesungen werden, am besten rezitiert man es mit einer Mala (Gebetskette). Dieses Mantra wird zu jeder Zeit auf eine wundervolle Art und Weise wirken.

In diesem Sinne, mögen alle Wesen glücklich sein.


Alle Fotos: Uli Mattes www.mattes-soulpictures.de

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Bharati Corinna Glanert:
Schon als Kind kam Bharati mit übersinnlichen, paranormalen Erfahrungen und spirituellen Kräften in Kontakt. Viele spirituelle Erlebnisse konnte sie lange Zeit nicht einschätzen und verstehen. Erst heute - nach vielen Jahren des Studierens - schließt sich der Kreis der Fragen zu Antworten.
Bharati hat über die Jahre hinweg viele spirituelle Erfahrungen gesammelt. 2001 führte ihr Weg sie dann nach Südindien, wo sie das Jahrtausende alte vedische Wissen studierte, das bislang nur wenigen Suchenden zugänglich war. Sie wurde außerdem an hochenergetischen Kraftorten in spirituelle Lehren eingeweiht. Neun Jahre lebte Bharati ausschließlich in Indien, um zu meditieren und ihr Studium des vedischen Wissens und der Spiritualität fortzusetzen. Diese Zeit hat sie stark geprägt und ihre Seele auf das Tiefste berührt.

Kontakt und detaillierte Informationen:
Tel.: +49 7706 9789693
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