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Wie gesund ist „gesunde“ Ernährung?

Von Romy Dollé

portzrait dolle
Wie kann das sein? Wir ernähren uns gesund – und trotzdem sinkt der Körperfettanteil nicht? Unser Blutzuckergehalt ist zu hoch, die Verdauung läuft nicht rund?

Obst ist gesund – diese Überzeugung wurde nie ernsthaft infrage gestellt. Zu Recht? In meinem Buch „Früchtewampe“ zeige ich wissenschaftlich fundierte Zusammenhänge auf. Ich gehe dem Obst unter die Schale: zeige, dass für viele Menschen der unkritische Obstkonsum Probleme mit sich bringt. Denn in vielerlei Hinsicht unterscheidet sich Fruchtzucker von normalem Zucker nicht wesentlich – das metabolische Syndrom mit seinen Erscheinungen ist die Folge: Fettleibigkeit, Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte und Insulinresistenz.
Und zudem ist Rohkost nicht leicht verdaulich: Salat, Gemüse und Obst sind im Darm besonders gärungsfreudig – und führen bei vielen Menschen zu einem unangenehmen Völlegefühl. Weitere Risiken bergen Milchprodukte und Gluten. Der Umstieg auf eine wirklich gesunde Ernährung kann einfach sein. Im 1. Kapitel gibt es einen Quick-Fix-Plan, der das Starten leicht macht. In einer Checkliste werden bisherige Ernährungsgewohnheiten und Beschwerden eingetragen.
Wer viele Risiken ankreuzt, kann in vier Tagen eine erste Umstellung vornehmen: mit einem kompletten Verzicht auf Rohkost. Schon nach dieser kurzen Zeit fühlten sich die Testpersonen leichter, hatten mehr Energie und schliefen besser.
Wunderbare Rezepte auf Paleo-Basis werden vorgestellt, die das Körperfett schmelzen lassen. Und die zusammen mit Bewegung, Schlaf und guten Emotionen ein ganz neues Bauchgefühl vermitteln sollen.
Ein kurzer Auszug aus dem Buch zeigt die komplexe Problematik mit der menschlichen Verdauung.

(Anfang Auszug aus Kapitel 2)

Definition Blähbauch
Ein Blähbauch ist gekennzeichnet durch einen aufgeblähten sowie vorgewölbten Bauch und entsteht durch eine verstärkte Ansammlung von Gas im Verdauungskanal oder Magen, in wenigen Fällen in der freien Bauchhöhle. Im Medizinischen wird der Blähbauch auch als Meteorismus bezeichnet und ist von der Flatulenz (Blähungen) abzugrenzen, da beim Meteorismus nicht generell Darmgase abgegeben werden.
Bei jedem Verdauungsprozess entwickeln sich Gase, die aus verschiedenen Quellen resultieren. Bei einer Mahlzeit wird bereits unbeabsichtigt etwas Luft geschluckt. Je hastiger gegessen wird, desto mehr Luft wird aufgenommen. Bis zu zwei Liter pro Tag liegen im Normalbereich.
Auch im Darm entwickeln sich Gase. In diesem Fall sind Darmbakterien ursächlich. Ihre Menge ist kaum vorstellbar und überwiegt die Anzahl der Körperzellen um das Zehnfache. Sie verfügen wie unsere Körperzellen über ihren eigenen Stoffwechsel, das heißt Nahrungsaufnahme und Ausscheidungen wie beispielsweise Methan, Wasserstoff, Stickstoff und Kohlendioxid. Faulgase, wie Schwefelwasserstoff, können ebenfalls in geringen Mengen entstehen.
Wichtig ist vor allem, dass der Darm die Fähigkeit besitzt, Gase aufzunehmen. Im Regelfall gehen die meisten Gase einfach vom Darm ins Blut, hin zur Lunge und werden dort wieder abgeatmet.
Dies erklärt auch, warum ein aufgeblähter Bauch vom Vorabend am nächsten Morgen wieder flach wird. In diesem Fall wurden die Darmgase über die Lunge ausgeschieden, was sich dann oftmals als unangenehmer Geschmack oder schlechter Atem bemerkbar macht.
Was die Darmschleimhaut nicht aufnehmen kann, geht schlussendlich als „Flatulenz” (Winde) ab 1. Teilweise sind Blähungen harmlos und verschwinden nach einiger Zeit schon wieder. In anderen Fällen werden die Betroffenen, abhängig von der Ursache, von quälenden Begleitsymptomen über einen längeren Zeitraum begleitet.
Zu den Begleiterscheinungen zählen Stuhlunregelmäßigkeiten beziehungsweise Verstopfung, Spannungs- und Völlegefühl, Schmerzen im Ober- und Unterbauch (starkes Stechen) und Darmgeräusche (Gluckern, Gurgeln). Auch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall zählen in einigen Fällen zu den Symptomen.
Der aufgeblähte Bauch fühlt sich meistens sehr hart an und reagiert auf Druck äußerst empfindlich. Dieses unangenehme Gefühl kann sich durch sitzende Positionen oder enge Kleidung nochmals verstärken und für den Betroffenen zur Qual werden. Die Problematik aus der Sicht der Betroffenen besteht insbesondere darin, dass sie sich nur noch auf ihre Körpermitte konzentrieren könnten, wodurch das seelische, körperliche und geistige Wohlbefinden sowie die allgemeine Leistungsfähigkeit beeinträchtigt werden. Die Konzentration auf sämtliche Tätigkeiten und damit die Teilhabe am Sozial- und Arbeitsleben wird erschwert. 2

dolle sport
Mögliche Gründe für einen Blähbauch:

  • Unpassende Ernährung (zu viel Rohkost, Früchte, Milchprodukte, Zucker, künstliche Zusatzstoffe)
  • Lebensmittelunverträglichkeiten (Fruktose-, Laktose-, Histamin-, Glutenintoleranz)
  • Luft schlucken beim Essen und trinken
  • Kaugummi kauen
  • Stress
  • Zu wenig Schlaf
  • Gestörte Darmflora
  • Parasiten
  • Pilze (Candida) ... und so weiter.

(Ende Auszug aus Kapitel 2)

Im Kapitel 3 werden die verschiedenen Ursachen detailliert beschrieben. Dr. Torsten Albers erklärt die diversen Krankheitsbilder und Folgen von Nahrungsmittelintoleranzen.
Gut verständliche wissenschaftliche Erklärungen wechseln sich ab mit Ratschlägen für die Umstellung der Ernährung – versehen mit ausführlichen Informationen über die vorgeschlagenen Nahrungsmittel.
So vorbereitet und motiviert geht es in die nächste Stufe: Ein Lebensplan, der das Wohlbefinden auf Dauer steigert. Rohkostarme Ernährung, ausgewogenes Training und mentale Stärke sind die Bausteine, auf denen ein neues Lebensgefühl entsteht.

Spass und Genuss versprechen auch die Rezepte. Alles unkomplizierte Gerichte mit wenigen Zutaten, kurzen Zubereitungszeiten und viel Geschmack.

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Zum Frühstück das Kokos-Beeren Müsli

Zutaten:
½ Banane
½ dl Kokosmilch
½ dl Wasser
25 g Proteinpulver oder Instant-Gelatinepulver
5 ganze Macadamianüsse (ungesalzen)
10 halbe Pekannüsse (ungesalzen)
1 EL Kokosflocken
100 g Heidelbeeren (frisch oder aufgetaut)

Zubereitung:
Banane, Milch, Wasser und Proteinpulver pürieren. Nüsse grob hacken. Frische Heidelbeeren waschen und trocknen. Gefrorene Heidelbeeren auftauen und abtropfen lassen.

Bananen-Kokosmilch-Mischung in eine Frühstücksschüssel geben. Heidelbeeren dazugeben und mit Nüssen und Kokosflakes garnieren. Ist das Müsli nicht süß genug, mit 1 TL Honig süßen.

Mittag- und Abendessen sind Kombinationen von Gemüse und Fisch, Fleisch oder Geflügel.

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Lachs auf Spinat und Blumenkohlreis

Bei den Rezepten gibt es auch Nachspeisen. Abnehmen und Süssigkeiten – das widerspricht sich doch!? Ja und nein. Die Nachspeise darf natürlich nicht riesig und auch keine Zuckerbombe sein? Du findest hier kleine Häppchen, die nach einer Hauptmahlzeit, welche hauptsächlich aus Protein, Gemüse und natürlichen Fetten zusammengesetzt ist, ohne schlechtes Gewissen deine Lust auf Süsses befriedigen.

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Nachspeisen

Essen muss alle Sinne befriedigen und alle notwendigen Nährstoffe enthalten. Nur so kann langfristig die Ernährung und der Lebensstil erfolgreich umgestellt werden. Das optimale Körpergewicht kann ohne Kalorienzählen und mit Genuss erreicht und gehalten werden.

1 www.weiss.de/krankheiten/blaehungen/grundlagen/
2 www.onmeda.de/symptome/blaehungen.html

Romy Dollé
Jahrgang 1970, lebt mit ihrem Mann Dave Dollé und Sohn Ray in Zumikon bei Zürich. Gemeinsam betreiben sie zwei Fitnessstudios, in denen ein Team von 15 Fitnesstrainern Functional Fitness Training und HIIT Training anbietet. Romy Dollé ist eine leidenschaftliche Verfechterin der mentalen und körperlichen Fitness. Mit ihrem Ratgebern will sie ihre Erfahrungen und ihren großen Wissensschatz einem breiten Publikum auf unterhaltsame und attraktive Weise vermitteln.
Ebenfalls im Systemed Verlag erhältlich: Der Paleo Code (Basiswissen über den Paleo Lebensstil)
www.romydolle.com

Alle Fotos: davedollé pure training gmbh

Buchtipp:

Früchtewampe
Warum Obst und Gemüse dick machen können
Romy Dollé
ISBN 978-3-942772-83-9
Systemed Verlag

cover fruechtewampe


 

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