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Behandlung von Augenerkrankungen durch Augenakupunktur

Von Ulrike Weisert

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Immer mehr Menschen sind heute von Augenleiden betroffen. In vielen Fällen handelt es sich um Kurz- oder Weitsichtigkeit und um leichtere Beschwerden, in zunehmendem Maße aber auch um degenerative Augenerkrankungen mit einem schleichenden Verlust der Sehkraft.

Glücklicherweise stehen der Schulmedizin bei vielen Augenerkrankungen eine große Bandbreite von Maßnahmen zur Linderung und Heilung zur Verfügung. Doch leider gibt es auch eine große Anzahl sehr schwerer Augenleiden, bei denen sie über keine oder nur begrenzte Therapien verfügt.
Hier stellt die Augenakupunktur eine Behandlungsalternative dar, die in vielen Fällen destruktive Prozesse zu verlangsamen oder zu stoppen vermag. Häufig wird auch bei „austherapierten“ Menschen noch eine Verbesserung der Sehfähigkeit erzielt.

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Vorweggenommen sei an dieser Stelle: Es werden bei der Augenakupunktur keine Nadeln in die Augen gesetzt!
Bekannt ist Akupunktur als ein bedeutender Bestandteil der Klassischen oder Traditionellen Chinesischen Medizin. Danach ist der Mensch gesund, wenn das Qi, die Lebensenergie, ausgeglichen durch bestimmte Energieleitbahnen (Meridiane) im Körper fließt. Wird dieses energetische Gleichgewicht gestört, entsteht Krankheit durch Mangel oder Überfluss. Das Setzen von Akupunkturnadeln in bestimmte Punkte kann die Energieblockaden beseitigen und das energetische Gleichgewicht wieder herstellen. Der Mensch kann wieder gesunden.
Auf der Basis dieses jahrtausendealten Wissens wurden neue, sehr wirkungsvolle Akupunktursysteme, sogenannte Mikro-Akupunktur-Systeme (MAPS), entwickelt. Alle diese Systeme haben gemeinsam, dass sie auf den ganzen Körper einwirken, da eine Verbindung zwischen einzelnen abgegrenzten Körperregionen angenommen wird. Man stelle sich vor, dass sich auf so einer Region, wie etwa am Ohr, einer Hand oder einem Finger, ein verkleinertes, aber vollständiges Abbild eines winzigen Menschen mit allen Organen befindet. So ist es möglich, dass beispielsweise ein Schmerz, irgendwo am Körper, durch eine Nadel in den korrespondierenden Punkt eines Mikro-Systems, beeinflusst werden kann. Der Schmerz kann beispielsweise am Fuß sein, der Korrespondenzpunkt am Zeigefinger, also weit entfernt von der verletzten Stelle.
Eines der bekanntesten Systeme ist die Ohrakupunktur, erfunden von dem französischen Arzt Paul Nogier, mit seiner Vorstellung des „im Ohr liegenden Embryos“. Alle Körperteile und Organe finden sich an genau lokalisierten Stellen im Ohr.
Bei der Su-Jok-Akupunktur, der Koreanische Handakupunktur liegen die Korrespondenzpunkte an Händen und Füßen. Entwickelt wurde sie von Prof. Park Jae Woo. Aus diesem System stammt auch der erste „Augenpunkt“ auf der Fußsohle.
Nach der ECIWO Akupunktur des chinesischen Biologen Prof. Yingqing Zhang findet sich der Körper in jedem Röhrenknochen des Menschen. Die Anwendung von ECIWO hat die Erfolgsquote in der Augenakupunktur erheblich verbessert.
Weitere Punkte entstammen der alten chinesischen Schädelakupunktur und der neuen Schädelakupunktur nach Dr. Yamomoto aus Japan. Die dem Körper zugeordneten Areale sind auf der Schädeldecke, einschließlich Stirn und Schläfen abgebildet. Den Sinnesorganen zugordnete Punkte befinden sich auf der Stirn.
Akupunktur2000/ACUNOVA wurde von dem Dänen Prof. Dr. John Boel entwickelt. Durch Zufall entdeckte er neue Punkte, rund um die Gelenke, die er “Reflexpunkte“ nannte. Es handelt sich dabei um eine einzigartige Akupunktur-Methode. Im Gegensatz zu allen anderen Systemen wirken diese Punkte direkt übers Gehirn, nicht über die Meridiane. Ausgelöst durch den Reiz der Akupunkturnadel in einem „Reflexpunkt“ werden an bestimmten Teilen des Zentralen Nervensystems sofort Botenstoffe und andere heilende Substanze bereitgestellt. Über den Blutkreislauf gelangen sie zu der kranken Stelle wo sie unverzüglich den Selbstheilungsprozess einleiten.
Dies entspricht dem Ablauf jeder natürlichen Heilreaktion in einem gesunden Körper. Bei einer Verletzung, wird das Gehirn aktiviert, bestimmte Botenstoffe zur Reparatur der geschädigten Stelle auszuschütten und so die Selbstheilung anzukurbeln. Sollten die natürlichen Selbstheilungskräfte geschwächt sein, aus welchen Gründen auch immer, kann die Akupunktur als eine Art Starthilfekabel den erschöpften natürlichen Ablauf der Selbstheilungskräfte wieder ankurbeln. Dieser „Reparatur-Mechanismus“ funktioniert bei allen Beschwerden, egal ob es sich um (chronische) Schmerzen oder Organerkrankungen handelt. Von äußerster Wichtigkeit für die Wirksamkeit der Methode ist jedoch, den Reflexpunkt präzise zu treffen.
1996 stellte Boel sein neues Akupunktur-System nach jahrzehntelanger Forschung erstmals in Deutschland vor.

Augenakupunktur heute
Bei der Augenakupunktur werden spezielle Punkte aus verschiedenen Akupunktursystemen miteinander kombiniert. Meist handelt es sich dabei um die Punktekombination des Akupunkteurs Boel. Danach werden Punkte aus der klassischen Akupunktur, der Koreanischen Handakupunktur, dem ECIWO-System und den neu von Boel entdeckten Punkten verwendet.
Im Laufe der Jahre veränderte Boel die „effektivsten“ Punktkombinationen immer wieder entsprechend dem neuesten Stand seiner Tests und Studien und entwickelte sie weiter. Die heute „besten“ erprobten Punkte für Augenerkrankungen nach seinem System liegen über den Augen sowie an den Gelenken von Fingern, Knien und Füssen.
Eine weitere sehr wirkungsvolle Akupunktur Methode für Augenerkrankungen ist die „Augen-Regenerations-Therapie“ (ART), entwickelt von dem Heilpraktiker Andreas Nieswandt. Es handelt sich dabei um ein ganzheitliches Behandlungskonzept für Augenerkrankungen. Den Schwerpunkt der Behandlung bildet eine spezielle Stirn-Akupunktur, ebenfalls eine Mischung aus verschiedenen Akupunktur Systemen, in Kombination mit naturheilkundlichen und homöopathischen Medikamenten. Zusätzliche Maßnahmen wie Ernährung, Entgiftung, Atemtherapie, Farbtherapie, Augen-Training und vieles mehr unterstützen aktiv den Heilungsprozess.

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Durchführung der Augenakupunktur
Die Praxis machte deutlich, dass die Erfolge bei degenerativen Augenerkrankungen erheblich größer sind, wenn die Behandlung mit einer „Intensiv-Akupunktur“ begonnen wird, das bedeutet Akupunktur mehrmals pro Tag sowie mehrere Tage in Folge.
Nach Boel wird zweimal pro Tag mit einer Stunde Pause akupunktiert über einen Zeitraum von zweimal fünf Tagen mit zwei Tagen Pause dazwischen. Nach Nieswandt wird fünf Tage in Folge fünf Mal pro Tag akupunktiert.
Bei beiden Methoden werden an einem Tag unterschiedliche „Punkte-Varianten“ gestochen.
Es wird also nicht ständig in dieselben Punkte genadelt.
Wie eine Weiterbehandlung aussehen wird, entscheidet die jeweilige Akupunkturmethode, sowie die individuellen Behandlungserfolge.

Augenakupunkturbehandlung - bei welchen Augenerkrankungen?
Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass jeder Mensch unterschiedlich gut auf die Augenakupunktur reagiert. Bei manchen zeigen sich bereits nach wenigen Tagen Erfolge, bei anderen dauert es Monate oder länger. Etwa zehn Prozent der Betroffenen sprechen überhaupt nicht auf die Augenakupunktur Behandlung an. Ob mit einem Behandlungserfolg zu rechnen ist, kann in der Regel am Ende der Anfangsbehandlungen festgestellt werden.
Im Prinzip können jedoch alle Augenerkrankungen mit Augenakupunktur behandelt werden mit Ausnahme der Kurzsichtigkeit beim Erwachsenen. Abhängig von der Art der Erkrankung liegt der durchschnittliche Erfolg zwischen sechzig bis achtzig Prozent.


Es folgen einige Augenerkrankungen, die gut auf die Behandlung ansprechen:
•    Makuladegeneration: Stoppen der Krankheit, Verbesserung der Sehfähigkeit
•    Glaukom: Senkung des Augeninnendrucks, Erhalt des Gesichtsfeldes
•    Diabetische Netzhautveränderungen: Verbesserungen der Augenfolgeschäden, Stoppen der Blutungen. Häufigere Wiederholungen sind erforderlich
•    Retinitis pigmentosa: Stoppen des Fortschreitens, Erhalt des Sehfeldes
•    Thrombosen am Auge, Augeninfarkt: Verbesserung des Sehvermögens
•    Alters- und Weitsichtigkeit: Senkung der Dioptrienzahl, Verbesserung der Sehschärfe
•    Kurzsichtigkeit bei Kindern: gut behandelbar solange sich das Auge im Wachstum befindet
•    Grauer Star: dauert sehr lange, oft ist eine Operation (wenn keine anderen Erkrankungen vorliegen) oder die Behandlung durch naturheilkundliche Medikamente vorzuziehen. Gute Erfolge bei Kindern.

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Die schweren Augenerkrankungen können nicht vollständig geheilt werden, jedoch kann das Fortschreiten verlangsamt oder sogar gestoppt werden. Unter Umständen können auch Verbesserungen des Sehvermögens erzielt werden. Für Betroffene bedeutet das eine erhebliche Verbesserung ihrer Lebensqualität.

Fotos: Ulrike Weisert

portrait weisertUlrike Weisert
Ist Heilpraktikerin. Sie betreibt in Hamburg Winterhude eine Praxis mit den Themenschwerpunkten: Alternative Augenheilkunde – Augenakupunktur, Kinesiologie, Gelenk- und Wirbeltherapie nach Dorn, Fußreflexzonen Therapie, Phytotherapie und Homöopathie.
www.ulrike-weisert.de
Tel.: 040-225888