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Runen, Steine, Wikinger

Kraftplätze bei Haithabu / Ostsee
Von Hadeswintha Schröer

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Das Haddebyer Noor bei Schleswig ist eine echte „vik“: eine offene, flache Bucht mit viel wässrigem Land drumherum. Wie geschaffen für Fremde aus dem Norden, um sich dort niederzulassen. Zumal es sich um einen uralten Kraftplatz direkt an einer Wasserstraße handelt. Hier bildete die Schlei kurz vor ihrer Mündung in die Ostsee eine riesige Wasserfläche, die erst im 19. Jahrhundert durch einen Steindamm unterbrochen wurde.

Wenn die neugierigen Männer aus Schweden oder Dänemark ihre Heimatgefilde verließen, um auf „viking“ zu gehen, also auf „Fahrt in die Fremde“, dann trieb sie zunächst die pure Abenteuerlust an. Im 6. /7. Jahrhundert n. Chr. wollten sich junge, starke Männer in der Welt umsehen und andernorts Ruhm erwerben, von dem sie zuhause profitieren konnten. Angesichts der Schätze anderer Länder erwachte aber bald die Gier, diese zu rauben und selber zu besitzen. Die historischen Quellen berichten von unterschiedlichsten Raubzügen, zunächst an den Küsten entlang. Später bis tief ins Innenland hinein, bis nach Rußland. Über die Jahrhunderte hinweg überfielen einzelne Männer, ganze Gruppen, teils unter Führung ihrer Könige  mit Hilfe ihrer schnellen, eleganten Schiffe die Küstenstriche, an denen mit Beute zu rechnen war. Ab dem 8. Jahrhundert wurden vor allem reiche Klöster Opfer dieser Überfälle, obwohl gerade das eigentlich verpönt war.

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Christliche und römische Berichterstatter nannten diese Männer „Heiden“, aber nicht „Barbaren“, wie es für Römer üblich war, wenn sie jemand beschrieben, der nicht aus Rom kam. Obwohl einige schon Christen waren und sich u.a. mit andersgläubigen Slawen bekämpften. Parrellel zu den Räubereien entwickelte sich der Handel, für den sie heutzutage vorwiegend bewundert werden. Vor allem ihre berühmte Stadt Haithabu an der Schlei gilt als Jahrhunderte lang blühendes, kulturell ausstrahlendes Handelszentrum.
Heutzutage wird das dortige Museum als wichtigste Auskunftstelle über das Leben der Wikinger angesehen. Diesen Namen erhielten sie allerdings erst spät, definitiv durch den Historiker Leopold von Ranke im 19.  Jahrhundert. Ähnlich wie bei Germanen und Galliern ist es tatsächlich ein Konglomerat verschiedenster Völkerstämme gewesen. Berühmt wegen ihrer schnellen Ruder- und Segelboote und überragenden Kampfesmoral, berüchtigt wegen ihrer Raubgier, Grausamkeit und Mordlust. Und dennoch haben sie wundervoll gearbeitete Kunstgegenstände hinterlassen, die in ihrer Formensprache deutlich an keltische Kunst anknüpfen. Wie beispielsweise goldene Gewandfibeln, zu besichtigen auch im Landesmuseum Schloss Gottorf.

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Es hat mit Sicherheit auch hier unterschiedliche Fraktionen Menschen gegeben: die einen wollten Abenteuer, Beute und Ruhm, die anderen Frieden und ein beschauliches, angenehmes Leben am Ufer der Gewässer. Dieses Bild der friedlich Handel treibenden, künstlerisches Handwerk ausübenden Leute aus dem Norden wird von den Museumsbetreibern in Haithabu vorwiegend thematisiert. Allerdings haben die Wikinger auch durch Sklavenhandel ihren Reichtum gemehrt.
Meiner Meinung nach haben diese „Nordmänner“, „Normannen“ – wie sie in Frankreich genannt wurden – ein tiefes Verständnis für die Geheimnisse der Natur, von Mutter Erde, gehabt. Sonst hätten sie sich nicht an solchen Kraftplätzen wie in Haithabu oder auf den Orkney Inseln (und etlichen anderen Inseln) niedergelassen. Und hier, ganz nahe unter einem nach allen Richtungen ausstrahlenden Energiehügel, nicht umsonst „Königshügel“ genannt. Hier strömt die Kraft von Mutter Erde noch heute deutlich spürbar nach oben. Die das Gelände durchziehenden Energielinien sind schön erkennbar an den zahlreichen, kugelrunden Energielinien-Halterbäumen, die miteinander korrespondieren.
Die Siedlungsstätte an der Schlei wurde also nicht nur strategisch geschickt ausgewählt: freie Fluchtwege übers Wasser, geschützter Raum an Land durch einen hohen Halbkreiswall; gleichzeitig die große Wasserfläche vor der Stadt und ihrem Hafen gut überschaubar und leicht zu verteidigen. Denn der wachsende Wohlstand lockte naturgemäß neue Scharen beutelüsterner Männer an. Schließlich ging Haithabu dann auch bei einem solchen Überfall mit verheerendem Brand unter und wurde um 1040 n. Chr. aufgegeben. Danach siedelte man sich auf der anderen Seite des Wassers neu an. Allerdings auch hier wieder auf einem Kraftpunkt, den heute der 900 Jahre alte St. Petri Dom von Schleswig einnimmt. Er beherrscht – neben dem modernen „Wikingerturm“ – die ganze flache Bucht. Sein spitzer Turm wirkt wie eine Antenne direkt in den Himmel …
Beim Spaziergang über den Königshügel fand ich neben etlichen Schlagabfällen ein schön bearbeitetes Messer aus Flint bzw. Feuerstein. Solche Funde lassen immer auf eine uralte Besiedlung schließen, also reichlich lange vor den Wikingern. Wenn auch der Flint noch lange in die Neuzeit hineinreichend als Werkzeug genutzt wurde, so wurde er doch schon in der Urzeit der Menschheit kunstvoll bearbeitet. Es gibt aus dem Acheuléen (also von vor 38.000 Jahren) so prachtvolle Kultäxte und Messer, dass sie in ihrer Überfeinerung an den Jugenstil des 20. Jahrhunderts erinnern …

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Dazu passen wiederum die bearbeiteten großen Steine, vorwiegend Granite. Hier sind sie allerdings aus ihrem Kontext gerissen und einige im Museum zu bestaunen. Berühmt sind sie nicht wegen ihres hohen Alters bzw. weil sie einstmals als Wächter-Menhire vor entsprechenden Kultplätzen der Gegend standen, sondern wegen der geheimnisumrankten Runen, die auf ihnen eingraviert sind. Noch immer streiten die Gelehrten, wie herum sie nun wirklich zu lesen sind – was natürlich für die Interpretation des Textes einigermaßen wichtig ist. Der berühmteste von allen ist der „Skarthi-Stein“, der ursprünglich an einem Kulthügel in Busdorf stand (heute ist dort eine exakte Kopie aufgestellt, jedoch ohne jegliche energetische Abstrahlung). Auf ihm wird das Schicksal des Dänen Skarthi beweint, der seinem König Sven bis in den Tod treu blieb und sein Leben in Haithabu lassen musste. Ein unter den Wikingern häufig erlittenes Schicksal …
Dass es hier in dieser Gegend schon in Vorzeiten heilige Orte für Rituale gegeben haben muss, beweisen die zahlreichen, unglaublich beeindruckenden Steinsetzungen in der Nähe der Eckernförder Bucht. Ursprünglich waren sie energetisch alle miteinander verbunden. Da verbirgt sich im Wald bei Langholz ein fast intakter Dolmen, durch den, vom Meer herkommend, etliche Energielinien laufen. Zu nennen ist auch der großartige Dolmen auf dem Sophienhof sowie der Dolmen an der B 203, Richtung Damp. Beide überragen noch immer die Umgebung und auch sie waren einst Einweihungskammern, die viel später erst zu Grabstätten umgemodelt wurden. Bis sie fast in Vergessenheit gerieten.
Oder aus Unverständnis von ihren Fundstellen fortgetragen und im Garten des Schlosses Gottorf niedergelegt wurden, wo fast niemand sie beachtet. Dabei sind gerade sie äußerst geheimnisvoll, haben sie doch Näpfchen in Form von Sternenkarten! Und einer zeigt die gleichen Ritzzeichnungen, wie sie im Kulthügel auf Gavrinis in der Bretagne vorkommen. Auch dort stehen die Wissenschaftler weiterhin vor großen Rätseln wegen ihrer tatsächlichen Bedeutung.
Den Archäologen bietet sich ein weites Forschungsfeld, auf dem sie vorwiegend ziemlich unwissend herumtapern. Die Vorzeit lässt sich nun mal nicht mit dem modernen logischen Verstand erkunden, da für die damaligen Menschen eine ganz andere, nämlich innige, wenn nicht magische Beziehung zum Kosmos und zur umgebenden Natur bestand. Was in ihren Kultstätten verschlüsselt immer noch verborgen ist. So stehen die rekonstruierten Langbetten von Munkwolstrup und Karlsminde zwar sehr imposant in der Landschaft, aber die urspüngliche energetische Abstrahlung, die sie einst besaßen, haben sie nicht mehr. Wohl zeugen einige große Steine noch von alter Macht und sind auch, als Sendesteine, immer noch mit dem Kosmos verbunden. Aber ihre eigentliche Funktion für das Energiegefüge der gesamten Region können diese puren Steinansammlungen nicht mehr erfüllen.
Und wenn man die drei kleinen „Höhlen“ bzw. Kammern in Karlsminde immer noch als Grabstätten für ganze Bauernsippen interpretiert, kommt man der Wahrheit nicht sehr nahe.
Abgesehen davon, dass es wohl wenig Sinn macht, wenn ein circa drei Meter hoher, fast siebzig Meter langer Erdwall aufgeworfen wird, außen mit je zwei Meter hohen Steinen eingefasst und darin nur drei je etwa anderthalb Meter breite Löcher gelassen werden, um die Verstorbenen zu betten (wenn auch nur ihre Knochen) … Sinn bekommt das ganze, wenn – nach meinen Informationen – in diesen Höhlen große Kristalle lagen, in die zu bestimmten Sternen- bzw. Sonnenständen kosmische Energie eingeleitet und bewahrt wurde, die danach für die Umgebung nutzbringend weitergeleitet werden konnte. Was natürlich nur in den Händen von Eingeweihten möglich war, die Verantwortung für ihre Stämme hatten.
Wie schon an anderer Stelle berichtet: Langbetten dienten sowieso ursprünglich dazu, Energien der Erde und des Kosmos ausgewogen zu verteilen. Das ging hin bis zur Gestaltung des gewünschten Wetters. In etwa vergleichbar  mit dem HAARP-Projekt der Amerikaner …
So stehen wir auch hier wieder einmal staunend vor dem uns unbekannten, großen Wissen unserer Vorfahren, von denen wir keine Ahnung haben. Aber in dieser Zeit, wo das alte Wissen wieder unter die Menschen gebracht werden soll, dürfen wir auf weitere Mosaiksteine des fantastischen Rätsels „Leben“ hoffen.
In diesem Sinne: lassen wir uns überraschen!

portrait schroeerHadeswintha Schröer
arbeitet seit 1972 spirituell. Seit 1994 Channel für aufgestiegene Meister, Medium für Engel der Ratsuchenden, die im „Engelgespräch“ Antworten auf Lebensfragen erhalten. 1997 Gründung des „Zentrums für neues Bewusst-Sein: Krystall-Pyramide“. Seit 1995 Erdheilung mit Gruppe, Vorträge. Ab 1998 Seminare, Bücher, Reisen nach Ägypten u. Malta. www.erdheilung.eu

Fotos: H. Schröer