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Körper, Geist und Seele

Längst keine Einheit mehr
Von Margit Kronenberghs

portrait kronenberghs
Das Doppelspaltexperiment und seine Bedeutung für die Entstehung unserer Realität ist in der spirituellen Welt schon längst etwas, was jeder kennt, der sich mit Manifestationstechniken beschäftigt. Wer sich von der wissenschaftlichen Seite damit beschäftigen möchte, dem empfehle ich die Literatur von Dr. Joe Dispenza, der sich eingehend mit diesem Experiment der Quantenphysik beschäftigt.

Ich selbst begrenze mich in diesem Text auf das Ergebnis des Experiments und dieses Ergebnis ist, dass Materie dort entsteht, wo eine Beobachtung erfolgt. Das bedeutet, Materie entsteht da, wo der Fokus des Beobachters liegt. Ich möchte diesen Satz noch einmal hervorheben:

Materie entsteht da, wo der Fokus des Beobachters liegt!

Dieser Satz ist ein Schlüsselsatz sowohl für die Entwicklung des Meister-Potentials, als auch für das Erschaffen der eigenen Realität. Wenn man die Bedeutung dieses Satzes verinnerlicht und in der Konsequenz des Erkennens seiner Bedeutung sein Leben danach ausrichtet, hat man den Schlüssel in Händen für das Leben, das man sich wünscht.
In der Theorie sehr einfach, in der praktischen Umsetzung fast unmöglich, müssen wir eigentlich nur unsere Aufmerksamkeit dem entziehen, was wir nicht mehr wollen und dem widmen, was wir wollen.

Die Aufmerksamkeit formt die Materie.
Und genau hier liegt Segen und Fluch zugleich, denn einerseits haben wir hiermit die Formel für das bewusste und aktive Gestalten unseres Lebens, und andererseits können wir in der Regel diese Formel nicht nutzen, weil Körper, Geist und Seele schon längst keine Einheit mehr sind und jedes Element dieser Dreierkonfiguration in einem abgeschotteten Feld seinen eigenen Plan lebt. Dieser Plan ist entstanden aus Erfahrungen, wenn das Leben nicht funktioniert und aus nicht integrierten Erfahrungen.
Im Optimalfall durchflutet der Geist die Seele, die sich in einem physischen Körper erfahren will. Der Geist ist universell und hat den großen Plan, er verfolgt eine Absicht, die Seele ist ein individueller Ausdruck des Geistes. Sie legt den Fokus des Beobachtens und bringt sich über den Körper in eine erfahrbare Form, mit einem neuronalen System im Gehirn und einem biochemischen Ablauf, die die Impulse von Geist und Seele aufgreifen. So ist die Basis gelegt dafür, dass unser körperliches Erleben der Welt durch die Impulse von Geist und Seele gesteuert und in die Richtung der Seelenvision gelenkt wird.
Die Seele kennt alle möglichen Varianten des gewählten Lebens und wird, sofern sie keine Verletzungen trägt, immer so wählen, dass für uns dieses Gefühl entsteht von „wow – was für ein schönes Leben“.
Ich persönlich habe jedoch auf meinem Lebensweg noch nicht eine einzige Seele kennengelernt, die nicht verletzt war. Und viele Seelen tragen das tiefe Muster in sich, nichts wert zu sein. Und somit fällt in dieser optimalen Konstellation der Einheit von Körper, Geist und Seele schon einmal ein Mitwirkender für ein reibungsloses Miteinandergestalten des Lebens aus.
Der Geist, eine weitere Komponente des Trios, ist sehr schwer zu beschreiben. In philosophischen Texten findet man oft die Formulierung „der Geist ist in allem“. Dies ist schwer vorstellbar, wenn man den Geist noch nie erleben durfte. Durfte man ihn erleben, weiß man genau, was damit gemeint ist. Ich versuche es zu beschreiben, bin mir jedoch nicht sicher, ob mir dies gelingen wird.
Der Geist selbst ist universell und in allem enthalten. In dieser „Konsistenz“ kann man ihn nicht wahrnehmen. Wenn eine Seele sich jedoch auf den Weg macht in die Erdenerfahrung, dann beginnt ein Individualisierungsprozess und für diese Erfahrung scheint der Geist im wahrsten Sinne des Wortes, „in einem Hauch von sich selbst“ die Tönung, Frequenz und die ganz spezielle Energie dieser Seele anzunehmen und bildet damit eine Art Frequenzvorlage für diese Seele und später den physischen Körper.
Ist man nun mit dem Geist dieser Seele auf irgendeine Art und Weise verbunden oder kann sie wahrnehmen, so spürt man diese Frequenz in Allem, was einen umgibt. Der Raum ist gefüllt mit dieser Frequenz und alles in diesem Raum ebenso. Der Geist ist allgegenwärtig und präsent. Je mehr wir mit diesem Geist verbunden sind oder in Resonanz gehen, umso deutlicher können wir ihn wahrnehmen, wenn wir selbst verstofflicht sind, also in einem physischen Körper, jedoch in der Regel nur dann, wenn der Geist von diesem anderen Wesen ganz frei ist und vielleicht sogar nicht mehr gebunden an einen physischen Körper.
Dieser reine Geist, getönt in einer Frequenz, spendet der Seele Energie und Vorlage zugleich für ein Leben. Die Seele will eine Erfahrung machen, der Geist inspiriert sie und der Körper lebt es in Form.
Nun gibt es in dem Schöpfungsmodell Erde das Spiel der Dualität und das Erfahren der Grundgefühle. Angst, Wut, Trauer und auch nicht gelebte Freude färben die Erlebniswelt der Seele und so wird ihre Frequenz dichter und dichter. Ich bezeichne dies als Dualisierung der Seele. Selbstverständlich ist sie in ihrem Kern klar, rein, essentiell, doch mit jedem nicht integrierten Gefühlserlebnis legt sie eine Schicht um sich, sie hüllt sich ein mit einem Mantel aus vielen Schichten und es wird so für den Geist immer schwieriger, seine Impulse zu senden, die einst als Vorlage für dieses Leben gedacht waren.
Dem Bereich unserer Seele werden unter anderem unser Emotionalkörper und unser Mentalkörper zugeordnet. Das dort feinstoffliche emotionale Erleben und das Denken findet seine stoffliche Zuordnung in unserem Gehirn. Jeder Gedanke löst im Gehirn eine biochemische Reaktion aus und es erfolgt eine Information an den Körper, durch die er sich genau dem Gedanken anpasst und sich so fühlt wie wir denken. Der Körper passt sich mit seiner Zellstruktur an die Denkstruktur an.
Erleben wir Freude ist dieser Mechanismus wunderbar. Erleben wir jedoch Wut, Angst, Trauer und leben unsere Freude nicht, dann kann dies fatale Folgen für uns haben. Wenn wir unsere Emotionen nicht integrieren und – wie wir dies meist tun – ständig darüber nachdenken und grübeln, dann passen wir in einem kontinuierlichen Prozess unseren Körper bis hinein in die Zellstruktur an diese Schwingung an.
Die Zelle selbst bildet Rezeptoren, die auf die entsprechenden Schwingungen reagieren, und diese Rezeptoren vervielfältigen sich mit der Teilung der Zellen. So sind unsere Zellen mit der Zeit so programmiert, dass für sie der Negativzustand fast schon ein Normalzustand wird und sie entwickeln eine Art „Suchtpotential“ nach diesem für sie Normalen. Zelle und Gehirn interagieren miteinander und das Ziel ist immer, dass der Körper so fühlt, wie das Gehirn denkt.
Diese Interaktion von Zelle und Gehirn führt einerseits zu immer mehr Suchtpotential in den Zellen, so dass die Zellen von sich aus, den „gedachten Zustand“ fühlen wollen und andererseits verstärken sich die neuronalen Bahnen im Gehirn, so dass die Gedanken in einem immer stärkeren Automatismus die alten Gedankenstrukturen abspulen.
Dies bedeutet, dass wir mit unseren Gedanken einen immer stärkeren Fokus auf das bereits vorhandene legen, und mit diesem automatisierten Ablauf immer intensiver genau das Manifestieren was wir schon haben.
Die Seele, die schon von den ersten Erfahrungen dieses Zyklus verletzt war, wird mehr und mehr in ihrer Verletzung bestätigt und der Geist hat kaum noch eine Chance dieses Dickicht an Automatismen, Körperechos und dualen Ummantelungen der Seele zu durchdringen. Das Gefühl, Körper, Geist und Seele seien eine Einheit, können wir illusorisch vielleicht bei einer schönen Wellness-Behandlung oder in einem Retreat erfahren, real ist der Weg zu dieser Einheit jedoch wesentlich weiter.
Es ist unabdingbar, dass wir uns aus den alten neuronalen Strukturen herauslösen und hierzu ist es erforderlich, die alten Verletzungen in all ihren Verstrickungen und auf allen Ebenen zu neutralisieren und gleichzeitig den Fokus auf das neue, von uns gewünschte Erleben, zu fokussieren.
Alte Verstrickungen können auf vielerlei Ebenen sein, sie beginnen schon mit der Verbindung zu unseren Ahnen und enden im Bewältigen unseres eigenen Alltags auf der Basis unserer inneren Bilder.

portrait kronenberghsMargit Eres Kronenberghs
Geboren 1959 im Saarland, Mutter einer 12jährigen Tochter, verheiratet mit einem Rechtsanwalt.
Sie lebt seit zehn Jahren in Tespe bei Lüneburg. Eigene Praxis in Tespe seit Anfang 1998.
Beruflicher Weg: Sekretärin und Chefassistentin in der Funktion des Junior-Product-Managers eines großen Kosmetikkonzerns, anschließend eine selbständige Tätigkeit als Kosmetikerin.
Auf der Suche nach alternativen Methoden zur dauerhaften Hautverjüngung begann der Weg zur Schamanin und Curandera. Im Herbst 2003 Abschluss der Ausbildung zur Lehrerin für Curanderos. Begegnungen und Ausbildungen mit, bzw. bei Selena Rodriguez, Jerry Pegdon, Dr. Eric Pearl, Cora Besser-Siegmund und Harry Siegmund, Blandina Swa‘Lana Gellrich und anderen.
www.margit-eres.de


Foto & Text: Margit Kronenberghs