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Die Heilkraft von Lebensmitteln

Warum fermentiertes Obst und
Gemüse gesund hält

Von Ulla Janascheck

man-koso
„Wer sich in den ersten fünfzig Jahren um seinen Magen kümmert, um den wird sich sein Magen während der nächsten fünfzig Jahre kümmern“, besagt ein Sprichwort und weist damit auf die große Bedeutung gesundheitsförderlicher Ernährung hin.

Nicht nur unsere steinzeitlichen Ahnen, die unter Extrembedingungen überleben mussten, sondern auch die alten Seefahrer kannten die enorme Heilkraft, die in rohem fermentiertem Obst und Gemüse steckte. James Cook brach zu keiner Entdeckungsreise auf, ohne zuvor Unmengen an Sauerkraut zu laden. So gelang es seiner Mannschaft, die Welt zu umsegeln, ohne am gefährlichen Skorbut (Mangel an Vitamin C) oder anderen Krankheiten die sich auf Vitamin-, Enzym- oder Aminosäuremangel begründen, zu leiden.
Heute ist unsere verarbeitete Industrienahrung enzymarm – sie dient uns damit nicht mehr ausreichend als Energielieferant und zusammen mit den vielen Antibiotika-Gaben im Laufe eines Lebens wird dadurch besonders die Darmflora geschädigt.
Fermentierte Biorohkost hingegen ist sehr bekömmlich und reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen sowie nützlichen lebendigen Bakterienkulturen, die für eine gesunde Mikroflora im Darm sorgen. Die in ihnen enthaltenen Fermente neutralisieren darüber hinaus Schwermetalle, Pestizide sowie andere Gifte und leiten sie aus. Ist der Darm gesund, sind die Abwehrkräfte intakt und der ganze Organismus immun gegenüber unerwünschten Fremdeinflüssen.
In jüngster Zeit sucht die Ernährungsmedizin nach immer neuen Wegen, aus milchsauer vergorener Rohkost wirkungsvolle Heilmittel herzustellen. Besonders im asiatischen Raum hat man bereits begonnen, mithilfe der mehrstufigen Fermentation biochemische schonende Methoden zu entwickeln, um die aktiven Wirkstoffe, wie Aminosäuren, Enzyme und Laktobazillen noch höher zu potenzieren. Denn diese winzigen Kleinstbausteine sind ein vielfältiges Heiler-Team auf der biochemischen Ebene. Neuesten Forschungsergebnissen zufolge vermögen beispielsweise die Zellwandstrukturen von Milchsäurebakterien eine immunmodulatorische Wirkung im Körper zu erzielen. Das ist besonders auch im Zusammenhang von Autoimmunerkrankungen interessant. Bei Schwangeren, denen zwei bis vier Wochen vor der Geburt ihres Neugeborenen Milchsäurebakterien verabreicht wurden, sank beispielsweise die Anfälligkeit der Babys für Neurodermitis auf die Hälfte. Ältere Menschen, die drei Wochen lang mit einem fermentierten probiotischen Nahrungskonzentrat versorgt wurden, wiesen eine wesentlich größere Anzahl von Killerzellen auf.
In der Naturheilkunde werden Patienten, die kräftezehrenden medizinischen Behandlungen ausgesetzt sind, wie einer Chemotherapie, gerne auf diese Weise unterstützt. Heilpraktiker berichten über eine schnelle Verbesserung des Allgemeinbefindens, Zunahme von Appetit und der Abwehrkräfte unter der gezielten Nahrungsergänzung mit fermentierten Aminosäure-Konzentraten. Allergiker scheinen ebenfalls gut auf die Kraft der Fermente anzusprechen. Und anscheinend lassen sich auch positive Wirkungen auf die Blutzuckerwerte bei Diabetes feststellen.
„Deine Nahrungsmittel seien deine Heilmittel“, sagte der griechische Arzt Hippokrates.  
Ein fermentierte Obst- und Gemüsekonzentrat kann man mit jeder Mahlzeit kombinieren. Um eine gute Aufschlüsselung der Inhaltsstoffe zu gewährleisten, nimmt man es am besten eine halbe Stunde vor jeder Mahlzeit zu sich.

Ulla Janascheck
Groß-Gerauer Str. 9,
65468 Trebur
06147 - 9357198
ulla.janascheck@gm.de

Foto & Text: Ulla Janascheck