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Heilende Gewürze

Wie 50 heimische und exotische Gewürze Gesundheit erhalten und Krankheiten heilen können

Ein Auszug aus dem Buch Heilende Gewürze
von Bharat B. Aggarwal

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Gewürze sind wertvolle Küchenfreunde und sorgen für den guten Geschmack. Gewürze können jedoch noch viel mehr – sie verfügen über eine enorme Heilkraft.
Dr. Aggarwal erforscht seit Jahren am renommierten M.D. Anderson-Krebszentrum der Universität Texas die Heilwirkung von Gewürzen. Viele Gewürze sind echte Kraftpakete bei der Verteidigung des Körpers gegen Mikroben, Bakterien, Viren und Pilze. Sie wirken entzündungshemmend und können sogar den Alterungsprozess aufhalten.
In seiner Gewürzbibel beschreibt der erfahrene Forscher ausführlich und äußerst lebendig die wichtigsten 50 Gewürze, deren Anwendungsgebiete sowie wissenschaftliche Belege für deren Wirkung und nicht zuletzt leckere Rezepte. So reguliert Zimt den Blutzucker, Kurkuma schützt vor Krebs, Oregano hilft bei Infektionen, Mandeln bei Bluthochdruck und Curryblätter bei Alzheimer.
Ein Buch zum Nachschlagen und Anwenden – vom Kauf der Gewürze bis zur Aufbewahrung und Verwendung in Gerichten, in außergewöhnlichen Gewürzmischungen oder direkt als präzise gewähltes Heilmittel.

Meerrettich
Mit aller Macht gegen Infektionen
Sie dachten, das Volk mit dem höchsten Meerrettichverzehr sind die Bayern, die sich ihn so gern zur Brezelbrotzeit schmecken lassen? Nicht ganz! Das Land, wo Meerrettich so selbstverständlich in die Küche gehört wie Äpfel in den Apfelkuchen, liegt auf der anderen Seite des Ozeans, wo die Zahl der verschiedenen Einflüsse und Kulturen unendlich und die Möglichkeiten unbegrenzt sind. In den Vereinigten Staaten werden geschätzte 85 % des weltweit produzierten Meerrettichs angebaut und viel davon wird im Land auch gleich verbraucht: Die Amerikaner verspeisen ganze 22 Millionen Kilo Meerrettich pro Jahr!
Doch aus Amerika stammt das beliebte Gewürz nicht. Meerrettich stammt aus dem Mittelmeerraum, wird jedoch schon seit dem Mittelalter in Deutschland angebaut, zuerst als Heilpflanze und dann als Gewürz. In Deutschland sind die Zentren des Meerrettichanbaus der Spreewald, das badische Fautenbach, das badische Meerrettichdorf Urloffen (das ein eigenes Meerrettich-Lied aufzuweisen hat) sowie das fränkische Baiersdorf, wo es ein Meerrettich-Museum gibt. Im Raum Bamberg und Nürnberg ist der Anbau von Meerrettich bereits seit Karl dem Großen bekannt. In Österreich ist die Steiermark das Hauptanbaugebiet von Meerrettich – oder besser gesagt, von Kren, wie er in Österreich, und manchmal auch in Süddeutschland, genannt wird. Über den Namensursprung streiten sich die Geister. Es gibt die Theorie, dass Meerrettich der Rettich war, der »übers Meer kam«, aber auch die These, »Meer« gehe auf »mehr« zurück und bezeichne lediglich einen größeren Rettich, also »mehr Rettich«. Selbst die Meinung, »Meer« sei aus dem alten Wort für Pferd, »Mähre« hervorgegangen, wird vertreten und auf die Tatsache verwiese, dass er im englischen »Horseradish« heißt. Doch diese These steht auf wackligen Beinen, weiß man doch heute, dass die Briten den Meerrettich, als er im 15. Jahrhundert auch in Großbritannien angebaut wurde, als »hoarse« empfanden, was so viel wie »grobe und kräftige Qualität« bedeutet.
Roher Meerrettich riecht überhaupt nicht, aber sobald Sie ihn anschneiden, schlägt Ihnen eine Welle an Schärfe entgegen, die Ihnen auch bei stärkstem Pollenflug die Nebenhöhlen öffnen kann. Kein Wunder, dass er als Arzneimittel verwendet wurde, lange bevor er seinen Weg in die Küche fand. Die Ärzte der alten Schule behandelten mit seinen schleimlösenden Fähigkeiten Erkältungen, Husten, Nierensteine, Infektionen des Harntraktes und Heiserkeit.
Doch was gibt dem Meerrettich seinen heilenden Kick? Das ätherische Öl Sinigrin, das in Allylisothiocyanat aufgespalten wird, ein starkes natürliches Antibiotikum. Allylisothiocyanat ist vermutlich die erwiesene Wirkung von Meerrettich zur Behandlung von Erkrankungen der oberen Atemwege zu verdanken. Aber es ist nicht der einzige Wirkstoff des Gewürzes. Jedes Stückchen Meerrettich enthält mehr medizinisch wirksame Inhaltsstoffe als die meisten anderen Gewürze. Und sie sind medizinisch höchst wirksam: gegen Verstopfung, zähen Schleim, Entzündung, zellschädigende Oxidantien, Bakterien und Viren, verspannte Muskeln, ein schwaches Immunsystem – und sogar gegen Krebs. Das macht den unscheinbaren Meerrettich zum Star unter den Gewürzen.
Der bekannte Botaniker und Gewürzexperte Dr. James A. Duke sagte zu Recht: »Meerrettich ist im Arzneischrank genauso sinnvoll wie im Gewürzregal.«

Salbei
Besseres Gedächtnis und gute Laune
Sie möchten einen guten ärztlichen Rat? Reservieren Sie für Salbei einen festen Platz in Ihrem Gewürzschrank.
Seit Tausenden von Jahren raten die Heilkundigen der Volksmedizin – die Ärzte der traditionellen chinesischen Medizin, die Therapeuten der Ayurveda-Lehre, die Mediziner im alten Rom und Griechenland, die Medizinmänner und -frauen der Ureinwohner Amerikas – ihren Patienten zur Verwendung von Salbei. Die lange Tradition des Salbeis als Naturmedizin hat sogar seinen botanischen Namen geprägt: Salvi officinalis, der auf das lateinische Wort salvare, zurückgeht, das »retten« oder »heilen« bedeutet. Ein altes Sprichwort aus italienischen Schriften aus dem Mittelalter lautet: Warum sollte er sterben, der Salbei in seinem Garten hat?
Würden Wissenschaftler des 21. Jahrhunderts Sprichwörter verfassen, hieße dieses wohl heute: Warum sollte er oder sie unter Gedächtnisstörungen leiden, wenn Salbei zur Verfügung steht?
Im Englischen heißt Salbei »sage«, was gleichzeitig »weise« und »klug« bedeutet – aus gutem Grund! Salbei verspricht zwar nicht, dass er Ihnen sofort tiefe Weisheit verleiht, doch Sie werden ihm bald zutiefst dankbar sein – er verbessert Ihre Laune, Ihre Konzentrationsfähigkeit und Ihr Gedächtnis. Die Wirkung des Salbeis, der über Jahrhunderte hinweg von Ärzte und Heilern zur Verbesserung des Gedächtnisses und zur Vorbeugung gegen den geistigen Abbau im Alter empfohlen wurde, bestätigen heute verschiedene wissenschaftliche Studien.

Wir Danke dem Narayana Verlag für die Genehmigung zum Abdruck.

Foto Salbei:  Kwiatkowski Verlag

Buchtipp:
Bharat B. Aggarwal
Heilende Gewürze
Wie 50 heimische und exotische Gewürze Gesundheit erhalten und Krankheiten heilen können
512 Seiten, Hardcover, 29,- €
ISBN 978-3-95582-026-8
Narayana Verlag

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