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Das Lexikon der alten Gemüsesorten

800 Sorten – Geschichte, Merkmale, Anbau und Verwendung in der Küche
Ein Auszug aus dem Buch von Marianna Serena, Michael Suanjak, Franca Pedrazzetti, Beat Brechbühl

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Mit über 800 Gemüsesorten und 60 Gemüsearten ist dieses Lexikon ein Standardwerk, das neue Maßstäbe setzt. Es führt auf eine Entdeckungsreise in die Welt der Kulturpflanzen-vielfalt und stellt beispielsweise Safier Kartoffeln, Ochsenherztomaten, Maikönig (Kopfsalat), deutsche Riesentrauben (Kirschtomaten), die Tomate Rheinlands Ruhm oder die Znaimer Gurke vor – Gemüsesorten die einst bei uns in Mitteleuropa verbreitet waren und heute in Vergessenheit geraten sind.

Viele dieser Gemüse wie Erdbeerspinat, Kerbelrübe, Spargel-bohne, Zucker- und Haferwurzel lohnt es, für den Garten und die Küche wiederzuentdecken.
Hintergrundgeschichten erzählen, woher die Gemüsesorten kommen und wie alt sie sind, wo sie angebaut wurden, wer sie entwickelt und gepflegt hat; hinzu kommen Porträts von Menschen, die heute mit diesen Raritäten arbeiten. Bei jeder Gemüsesorte ist eine Bezugs-quelle angegeben. Die vorgestellten Sorten eignen sich für jeden Hausgarten, für den Anbau auf Balkonen und in Töpfen.
Ein unverzichtbares Nachschlagewerk für alle Hobbygärtnerinnen und engagierten Gemüseköche.

Buschbohne: Oktoberli (Syn. Merveille d´octobre)

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Diese Buschbohne eignet sich bestens als Nachkultur im Garten, da, wo vorher Kopfsalat oder Kohlrabi wuchs. Sät man sie zwischen dem 1. und 15. Juli, beglückt sie einen Ende September nochmals mit frischen grünen Bohnen. Oktoberli wurde ab den 1940er-Jahren in der Schweiz gehandelt, im Katalog von Samen Vatter in Bern war sie nachweislich 1946 gelistet.
Merkmale: Fadenlose, hellgrüne Hülse mit einigen violetten Sprenkeln. Mehr oder weniger gerade Hülse mit rundem Querschnitt. Pflanzen ohne, manchmal auch mit Ausläufern, mit zügigem Wachstum, mittelhoch bis hoch, aber gut standfest. Violett-braunes, langes, walzenförmiges Korn mit beigebraunen Sprenkeln.
Anbau: Spätsorte, geeignet für den Herbstanbau mit Aussaat Anfang bis Mitte Juli. Guter Ertrag.
Verwendung: Frische Hülsen als Gemüse, Bohnensalat oder auch zum Tiefkühlen.
Erhältlich über: ProSpecieRara, Schweiz

Kirschtomate: Deutsche Riesentraube

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Das ist die rote Kirschtomate mit dem ausserordentlich feinen Aroma! Sie stammt aus Deutschland und reiste Mitte des 18. Jahrhunderts mit den Amishen oder Mennoniten nach Pennsylvania. In den USA war sie bis Mitte des 19. Jahrhunderts im Saatguthandel erhältlich. In der Schweiz wird bei Konrad Anderegg 1880 eine Sorte Mammuth Trauben aufgeführt. Ob es sich um die gleiche Sorte handelt ist ungewiss.
Merkmale: Pflaumenförmige rote Früchte, oft mit Spitzchen unten. Wachsen in großen Rispen. Intensives Aroma: Süsslich mit leichter Säure. Normalblättrige Pflanze
Anbau: Ertragreich
Erhältlich über: ProSpecieRara, Schweiz

Herausgeber: ProSpecieRara, ProSpecieRara Deutschland, Arche Noah, Hortus.
Marianna Serena Ingenieurin Hortikultur und Hauswirtschaftslehrerin. Bei ProSpecieRara plant sie die Gemüsegärten von Wildegg und Brüglingen, begleitet den Gemüsesamenbau und leitet den Bereich Erhaltung der Garten-, Acker- und Zierpflanzen.
Michael Suanjak Biologe. Beim Verein Arche Noah leitete er das Saatgutarchiv. Aktuell betreibt er neben Projekten als selbstständiger Biologe eine biologische Obst-Baumschule und Gemüsesaatgut-Produktion im Waldviertel.
Franca Pedrazzetti seit elf Jahren freischaffende Porträt und Reportagefotografin für Zeitungen, Zeitschriften und Firmen.
Beat Brechbühl seit vielen Jahren selbstständiger Fotograf mit Schwerpunkt Stillife-, Food- und Architekturfotografie.
Unter Mitarbeit von: Nicole Egloff, Iris Förster, Deborah von Arx, Susi Wyden

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Herausgeber: ProSpecieRara, ProSpecieRara Deutschland, Arche Noah, Hortus.
Das Lexikon der alten Gemüsesorten
800 Sorten – Geschichte, Merkmale, Anbau und Verwendung in der Küche
656 Seiten, 800 Farbfotos
Gebunden, Pappband
59,90 €
ISBN 978-3-03800-620-6
April 2014, AT-Verlag

Wir bedanken uns beim AT-Verlag und den Autoren für die freundliche Genehmigung zum Abdruck.
Fotos: © Franca Pedrazetti, AT Verlag / www.at-verlag.ch