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Psycho-Kinesiologie
Mit Muskelkraft ins Unbewusste

Erfahre, was du dir selbst zu sagen hast

Von Wilfried Jordan

jordan gespraech
„Sie müssen mit Ihren Beschwerden leben!“ Wie oft hatte S. D. diesen niederschmetternden Satz schon gehört. Dann drehte er der Schulmedizin den Rücken zu und suchte neue medizinische Wege. Wie viele chronisch Kranke setzte er hoffnungsvoll auf ganzheitlich ausgerichtete Medizin. Heilung brachte eine eher unbekannte Therapieform, die Psycho-Kinesiologie.

Die Psycho-Kinesiologie (PK) kombiniert als eigenständige Behandlungsmethode Elemente aus der Körperarbeit, der Neurologie und der Psychotherapie mit spirituellen Ansätzen. PK wird im Bereich der funktionellen Erkrankungen eingesetzt, bei denen keine massiven strukturellen Veränderungen vorliegen. Beispielsweise bei Migräne, Asthma, Beschwerden des Magen-Darm-Trakts, Phobien oder sonstigen Ängsten.

Im Mittelpunkt der Behandlung steht die Suche nach „unerlösten seelischen Konflikten“ (USK). Das sind, im Sinne der Psycho-Kinesiologie, konfliktbeladene oder krankheitsauslösende Erinnerungen, meistens aus der Zeit der Kindheit, die im Unterbewusstsein gespeichert sind. Ihnen wird eine Hauptrolle bei der Entstehung von psychosomatischen Krankheiten zugeschrieben. Die PK ist jederzeit in der Lage zu unterscheiden, ob die Ursache für ein Störfeld psychischer (USK) oder körperlicher Natur ist. Auch bei S. D. gab es einen unerlösten seelischen Konflikt. Dieser ging auf ein traumatisches Erlebnis zurück, welches er als Achtjähriger erlebte.

Die Psycho-Kinesiologen gehen davon aus, dass der Inhalt eines Konfliktes in der Kindheit später den Ort und die Art der Erkrankung bestimmt. Die Schwere des Traumas und sein Zeitpunkt im Leben der Patientin dagegen bestimmen die Schwere der Erkrankung. Zwischen dem Zeitpunkt des Traumas und dem Beginn der Erkrankung können Jahre oder auch Jahrzehnte vergehen. Eine Heilung gebe es erst dann, wenn der Erkrankte sich an den Konfliktinhalt erinnere und dieser neurophysiologisch vom Nervensystem entkoppelt würde. Weiterhin sei es nötig, die zur Zeit des Traumas verinnerlichten negativen Gefühle zu entkoppeln und negative Glaubenssätze in positive zu wandeln.

Über den Magen als betroffenes krankes Organ offenbaren sich zum Beispiel verdrängte Gefühle wie Machtlosigkeit, Überforderung, Lustlosigkeit und Abneigung. In der Folge wird der Glaubenssatz deutlich: „Ich werde nicht gemocht.“ Dieser Glaubenssatz wurde in der Konfliktsituation im Unterbewusstsein abgespeichert. In der PK-Sitzung werden die verdrängten Gefühle erstmals angesprochen und erlebt. Ziel ist es, den negativen Glaubenssatz durch einen frei machenden – „Ich bin zufrieden. Ich bin ruhig.“ – zu ersetzen.

Das Handwerkszeug der PK-Sitzung ist das systematische und vorurteilsfreie Testen, bei dem der Behandler den Antworten des Muskeltests und den Signalen des Patienten folgt (Man nennt das „pacen“). Der Therapeut tastet sich mit Fragen an den USK heran und der Patient antwortet durch seine Muskelspannung im dominanten Arm. Das geschieht in einer ruhigen und ausgeglichenen Umgebung, in der sich der Patient „sicher“ und gut aufgehoben fühlt. Die „Untersuchungsmethode“ ist durchgängig der Muskeltest, die Kinesiologie.

Nach dem Vorgespräch beginnt die kinesiologische Testung. Dafür legt sich der Patient vollständig bekleidet auf eine Liege, die an einem neutralen Ort im Behandlungszimmer steht. Neutral bedeutet, dass die Liege selbst und der Bereich, in dem der Kinesiologe sich zur Testung bewegt, frei von geopathogenen und elektrischen Störfeldern ist.
jordan armtest 

Der Muskeltest in direkter Testung funktioniert so:
Der Kinesiologe stellt sich auf die dominante Seite des Patienten.
Der Patient hebt seinen dominanten Arm ganz an und wird gebeten diesen während der Testung aufrecht zu halten. Der Kinesiologe kündigt an, dass er jetzt testen wird und übt dann einen langsam ansteigenden Druck gegen den Arm des Patienten aus.
Dabei beobachtet er, ob der Patient die Kraft in seinem Arm so regulieren kann, dass der Arm in seiner Position bleibt (Regulationsfähigkeit).
Dieser Vorgang wird zwei- bis dreimal wiederholt, damit sich Kinesiologe und Patient aufeinander einstellen können.
Bevor die eigentliche Psycho-Kinesiologie beginnt, wird der Patient systematisch auf Störfelder untersucht, die die PK verfälschen könnten. Dazu werden Mudras verwendet (symbolische Handgeste) und die Organe werden beim Muskeltest nacheinander oberhalb der Kleidung berührt.

Dies kann durch den Kinesiologen oder den Patienten erfolgen. Werden Störfelder gefunden, ist jeweils festzustellen, ob es sich um ein energetisches Störfeld handelt oder um ein manifestes (körperliche Veränderung). Je nach Ausbildung des Kinesiologen können energetische Störfelder wie Narben, Allergien oder Mangelzustände direkt behandelt werden.

Andere Störfelder können in der Regel für die Dauer der PK durch Klopfakupressur ausgeblendet werden.


Da die Psycho-Kinesiologie immer das Ziel hat, den in der aktuellen Situation wichtigsten „unerlösten seelischen Konflikt“ (USK) zu finden und aufzulösen, werden unterschiedliche Informationen ausgetestet:

• Wann hat das Ereignis stattgefunden?
• Welches Gefühl war dabei vorherrschend?
So nähern sich Behandler und Patient immer mehr dem Konflikt, bis schlussendlich das Detail zum Vorschein kommt, welches Basis für das Trauma ist, den USK.
Die Psycho-Kinesiologie bindet andere energetische Techniken wie die Klopfakupressur, die Augenbewegungsmethode, systemische Elemente aus der Familienaufstellung und andere mit ein, um den so gefundenen USK zu lösen. Zum Abschluss der Sitzung sollte bei dem Patienten der Yin-Zustand eintreten, ein Zustand tiefer körperlicher und seelischer Entspannung.

Aber nicht nur Erlebnisse aus der Vergangenheit, auch gegenwärtige Situationen können Körper und Seele krank machen. Wie bei einer Schülerin, 14 Jahre alt, bei der sich Phobien und Lernblockaden entwickelt hatten, die anfingen, sich körperlich zu manifestieren. Nachdem die Ursachen für die Phobien gefunden und aufgelöst waren, wurden in der darauf folgenden PK-Sitzung negative Glaubenssätze in positive gewandelt. Nun geht das Mädchen wieder angstfrei zur Schule und ihre schulischen Leistungen haben sich deutlich verbessert.

In meiner Praxis für Psycho-Kinesiologie behandle ich seit 2010 Patienten mit dieser Methode. Ein verdrängter psychischer Zusammenhang wird über eine Körperreaktion wieder ins Bewusstsein gebracht. Anders als bei den meisten Psychotherapien oder der Psychoanalyse nähert sich der Patient „seinem Problem“ nicht über die Erinnerung oder über eine Assoziation, sondern rein körperlich, das heißt über seine Muskelspannung.

Die PK setzt in der Gegenwart (bei den aktuellen Störfeldern) an, um die Patienten in die Vergangenheit „zurückzuführen“. Dabei nutze ich die Signale des Körpers als „Wegweiser“, um die seelischen Ursachen aufzudecken. Diese entziehen sich in den meisten Fällen der bewussten Erinnerung. Energetische oder körperliche Blockaden (Symptom) weisen den Erkrankten, im Sinne der PK, darauf hin, dass ein Konflikt „bearbeitet“ und aufgelöst werden möchte.

portrait wjordanWilfried Jordan
Quo vadis? Diese Frage stellte sich der Dipl. Wi.-Ing. Wilfried Jordan im Jahr 2007. Der Weg führte zu den alternativen Heilmethoden. Seit  2010 ist er mit dem Schwerpunkt Psycho-Kinesiologie in eigener Praxis tätig. Die Quantenheilung nach Kinslow und The Reconnection® runden sein Praxisspektrum ab.
www.Wilfried-Jordan.de
info@Wilfried-Jordan.de

Fotos: Wilfried Jordan